Dax & Co. werden erst im August aufgemischt
Entscheidung vertagt

"Nach der Indexentscheidung ist vor der Indexentscheidung.“ Nicht viel anders lässt sich das Wenige, was vom Arbeitskreis Aktienindizes am Dienstag Abend beschlossen worden ist, interpretieren. Denn getauscht wurde in Dax & Co. so gut wie nicht, obwohl es hie und da doch Anlässe dafür gegeben hätte.

FRANKFURT/M. Nun fällt lediglich Celanese, wo der Handel nach der Übernahme durch die US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone sowieso zum Erliegen gekommen ist, aus dem MDax und wird durch die Beteiligungsgesellschaft MPC ersetzt. Und im SDax muss mit der Baumarktkette Hornbach gerade mal ein Unternehmen seinen Platz räumen, obwohl vorher deren sechs auf der Kippe standen. Dafür und für den Aufsteiger MPC rücken dann die Online-Partnerbörse Matchnet und Centrotec, ein Hersteller von Hochleistungskunststoffen, nach. Im Dax und im TecDax bleibt alles beim Alten.

Das wird bei der nächsten Entscheidung Mitte August ganz anders sein, das lässt sich heute schon sagen – zumal dann weitgehend die gleichen Kandidaten wieder zur Debatte stehen werden, die am Dienstag bei den Gralshütern der Indexwelt noch einmal Gnade fanden. Deren große Zeit ist ab August sowieso vorbei. Dann gelten speziell für das Aushängeschild Deutscher Aktienindex (Dax) neue, einfachere und auch einsichtigere Regeln. Sobald in den ersten Augusttagen die entscheidende Rangliste für den Monat Juni veröffentlicht ist, steht fest, wer in den Dax aufrückt und wer herausfällt. Weiche Kriterien wie Indexkontinuität oder Branchenzugehörigkeit, die zuletzt des öfteren in der Kritik standen, weil sie nur schwer nachzuvollziehen waren, gehören der Vergangenheit an – zumindest im Dax, denn in MDax, TecDax und SDax gelten sie weiterhin.

So könnte bereits Anfang August der Dax-Aufstieg von Puma klar sein bei gleichzeitigem Abstieg von Fresenius Medical Care (FMC). Vieles deutet im Moment darauf hin,Klarheit herrscht aber erst dann. Aber auch Hypo Real Estate oder T-Online dürfen bis dahin als potenzielle Aufstiegskandidaten gehandelt werden, während es für Beiersdorf eher schlecht aussieht. Das Unternehmen, das sich gerne selbst als Dax-Kandidat ins Spiel bringt, dürfte wie so oft in der Vergangenheit das Nachsehen haben.

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