Den Börsen werden Rekordgewinne nicht genug sein
Hohe Messlatte

Die Besorgnis über Zinsen, Inflation und über die Unruhen in Irak hätte den US-Aktienmarkt ins Trudeln bringen können. Es kam aber nicht soweit, weil es einen verlässlichen Anker gab: die starke Verfassung der amerikanischen Unternehmen. Seit dem dritten Quartal 2003 haben die großen US-Firmen einen Gewinnzuwachs um mehr als 20 Prozent verbucht. Und die Hoffnung auf eine vergleichbare Steigerung im zweiten Quartal dieses Jahres hatte die Aktien bisher gestützt. Doch zur Überraschung mancher Investoren hat der US-Markt den Juli mit einem Fehlstart begonnen. Sollten die besten Nachrichten bei den Gewinnen schon hinter uns liegen?

Die Sorge der Anleger, inwieweit die Unternehmensgewinne künftig noch weiter zulegen, lässt sich mit dem Zeitpunkt erklären: Die US-Notenbank Federal Reserve hat gerade erst über die Zinsen entschieden; jetzt steht in den kommenden drei Wochen eine Flut an Quartalsberichten an. Und schon hat bei Anlegern das große Grübeln eingesetzt. Zwar sind Investoren immer noch der Meinung, dass sich die Gewinne als kräftig erweisen werden, aber es gibt Befürchtungen, dass die Steigerungsraten auf Grund höherer Zinsen abflachen werden.

Investoren haben in den vergangenen Tagen ein paar enttäuschende US-Konjunkturdaten und Unternehmensmitteilungen herausgepickt, um ihren Missmut zu untermauern. Bisher haben zwar nur ganz wenige wichtige Firmen eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Den Anlegern hat es aber gereicht.

Tatsächlich dürften die Gewinnzunahmen wieder außerordentlich gut ausfallen. Analysten rechnen mit einem Plus von mehr als 20 Prozent für die Unternehmen im marktbreiten amerikanischen Index S&P-500. Das ist etwa das Dreifache des historischen Durchschnitts.

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