„Discovery Channel“ nutzt Erfolge von Lance Armstrong für Börsengang
Radeln für die Aktionäre

Am Team „Discovery Channel“ kommt derzeit kaum jemand vorbei. Das gilt für die Konkurrenz bei der Tour de France wie auch für radsportbegeisterte Zuschauer. Täglich flimmern die marineblauen Trikots auf Millionen Fernsehschirmen. Derlei Präsenz will genutzt werden.

HB FRANKFURT. Pünktlich zum fulminanten An- und Auftritt von Lance Armstrongs Team wird der „Discovery Channel“ ab Freitag auch an der Börse gehandelt. Der Großaktionär Liberty Media verteilt seinen Anteil von 50 Prozent an der Muttergesellschaft Discovery Holding an seine Aktionäre. Für zehn Liberty-Aktien erhalten Anleger je eine Aktie der Discovery Holding.

Unabhängig vom Abschneiden des „blauen Express“ bei der Tour de France ist die Discovery Holding für Anleger einen Blick wert. Der Dokumentations- und Wissenschaftssender erfreut sich einer schnell wachsenden Nachfrage nach seinen Inhalten. Mit Kanälen wie dem „Animal Planet“ oder „Discovery Geschichte“ setzte Discovery alleine 2004 rund 2,4 Mrd. Dollar um und verdiente dabei rund 780 Mill. Dollar vor Steuern – ein Drittel mehr als im Vorjahr. Im vorbörslichen Handel wird das Unternehmen mit rund 8,5 Mrd. Dollar bewertet. In der für Medienwerte wichtigen Kennziffer des Verhältnisses von Unternehmenswert zum Betriebsergebnis (EV/Ebitda) kommt Discovery damit auf einenen gesunden Wert von elf - üblich für Medienwerte sind zehn bis zwölf.

Im Gegensatz zu den schwerfälligen Riesen wie Time Warner oder Disney blickt der Discovery Channel aber auf jährliche Wachstumsraten von Umsatz und Gewinn zwischen 20 und 30 Prozent. US-Analysten wie Robert Routh von Jefferies & Company glauben, dass das Unternehmen dieses Tempo auch künftig beibehalten kann. Kein Wunder: Die Sendungen des Discovery Channels können, einmal produziert, weltweit vermarktet und in mehreren Verwertungsstufen in 103 Ländern ausgestrahlt werden - Tier- oder Geschichtsdokumentationen und Bildungssendungen begeistern Zuschauer in Alaska ebenso wie in Singapur oder Abu Dhabi.

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