Erdölnotierungen mit großem Schwankungspotenzial – Prognosen unterliegen einer hohen Fehlerquote
Am Ölmarkt bleiben viele Fragezeichen

Die Experten haben sich schon immer mit Ölpreisprognosen schwer getan. Die Fehlerquote war außerordentlich hoch. Auch diesmal lässt sich das Ölpreisrätsel nur mit viel Glück lösen.

DÜSSELDORF. Hans K. Schneider, Kölner Volkswirtschaftsprofessor und langjähriger Vorsitzender des Ökonomischen Sachverständigenrats der Weisen, sagte einmal: Am besten sei es, viele unterschiedliche Ölpreisprognosen zu machen. Dann sei eine Vorhersage wohl richtig. Dann muss man aber darauf vertrauen, dass die Öffentlichkeit nur die richtige Prophezeiung in Erinnerung behält.

Für dieses Jahr sprechen die fundamentalen Marktfaktoren dafür, dass sich schon bald die Entspannungs- und Preisdrückungsfaktoren durchsetzen werden. Mit Rohölnotierungen von 22 bis 25 Dollar je Barrel (159 Liter) könnte dann die Weltkonjunktur weiter an Schwung gewinnen. Solche Preiserwartungen, die auf fundamentalen Marktfaktoren basieren, sind jedoch gefährdet. Die Wild Cards – unvorhergesehene politische Ereignisse im Nahen Osten, in Nigeria oder Venezuela – können kaum kalkuliert werden.

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