Hoffnung auf Wirtschaftsaufschwung hat Kurse kräftig steigen lassen
Teure Luxus-Aktien

Zyklische Aktien sind eine feine Sache. Denn wer rechtzeitig einsteigt, kann gute Kursgewinne einstreichen, wenn sich die Anzeichen für eine Konjunkturbelebung verfestigen. Zyklische Aktien sind aber genau deswegen auch eine teuflische Sache. Denn was „rechtzeitig einsteigen“ bedeutet, ist äußerst schwer zu definieren. Es verwundert daher nicht, dass auch die Finanzexperten nicht immer einig sind, ob es noch Sinn macht, oder schon zu spät ist, in zyklische Titel einzusteigen.

PARIS. Beispiel Luxus-Aktien. In der Hoffnung auf eine weltweite Konjunktur-Belebung haben die Aktien des Luxus-Segments in diesem Jahr bereits eine beeindruckende Performance hingelegt. Das Papier der französischen LVMH hat seit Januar über 45 % zugelegt, Bulgari kommt gar auf ein Plus von knapp 70 % und selbst die Problem beladene Uhrenschmiede Richemont holt seit April wieder auf.

Morgan Stanley zeigt sich angesichts dieser Kursentwicklung vorsichtig. Die Experten halten den Sektor nun für angemessen bewertet. „Leichtes Geld ist mit Luxus-Aktien nicht mehr zu verdienen“, meint auch Antoine Colonna, Chef-Luxus- Analyst bei Merrill Lynch bei einem Pressegespräch in Paris. Trotzdem sieht er den Zyklus bei vielen Luxus-Titeln noch nicht ausgereizt.

Derzeit wird der Sektor mit rund dem 20-fachen des erwarteten Jahresgewinns bewertet. Colonna rechnet damit, dass die Bewertung des Sektors bis Ende nächsten Jahres auf das 25-fache des Jahresgewinns steigen wird – und damit wieder die Niveaus der Jahre 1996 bis 1998 erreichen wird.

Er rechnet mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 4 bis 5 % bis 2006, was sich in einem Anstieg der operativen Ergebnisse von rund 10 % niederschlagen wird. Sollten die Umsätze – zum Beispiel dank eines besonders guten Weihnachtsgeschäfts – stärker zulegen, würden die Ergebnisse gar überproportional ansteigen.

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