Interessenkonflikte, Korruption und Gaunereien beuteln die Börse im Reich der Mitte
Chinesische Kinderkrankheiten

Schon jetzt bestreitet das Land einen Großteil des weltweiten Wachstums. Es feuert die Exporte seiner Nachbarn an und heizt den Rohstoffmärkten mit massiver Nachfrage kräftig ein. Dabei werden die Zylinder in Chinas Turbo-Konjunktur immer stärker vom Kapitalmarkt angetrieben.

Im kommenden Jahr werden in China 35 Prozent aller Investitionen von der Börse finanziert, schätzt McKinsey. Mitte der 90er Jahre waren es nur zehn Prozent. Und die Marktkapitalisierung – 1990 noch bei einem Prozent – liegt bereits bei 50 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Schon heute stammt ein Fünftel der Industrieproduktion im Reich der Mitte aus Fabriken von Publikumsgesellschaften. Vor zehn Jahren waren das drei Prozent. Dabei wird die Pipeline von Börsenkandidaten in China immer länger. Nach offiziellen Angaben waren 2003 über 2 500 von 4 200 Staatsfirmen in Aktiengesellschaften umgewandelt. Die meisten von ihnen sind aber noch nicht an der Börse eingeführt.

Fazit: Glänzende Konjunkturaussichten plus tausende von Firmen, die ein Börsendebüt anstreben – ein Cocktail für eine traumhafte Börsenstory, sollte man meinen. Zumal auch Chinas öffentlicher Finanzierungsbedarf – allein die Pensionskasse muss ein Loch von 788 Mrd. Dollar stopfen – gigantisch ist. Das riecht nach einem boomenden Rentenmarkt.

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