Komplizierte Vorselektion
Der Euro Stoxx 50 ist undurchschaubar

Die Zusammensetzung des führenden Börsenbarometers der Euro-Zone ist selbst für Profis kaum zu verstehen.

FRANKFURT/M. Steht eine Indexänderung im Aushängeschild Deutscher Aktienindex (Dax) an, dann stöhnen Börsianer, die nicht ganz so tief in der Materie sind, regelmäßig auf: Wie war das gleich mit Börsenumsatz und Marktkapitalisierung, was sind harte und was weiche Kriterien, ab wann gelten eigentlich die kürzlich vorgestellten neuen Regeln – und vor allem für wen? Tatsache ist, dass es für Anleger nach einer gewissen Phase der Einarbeitung durchaus möglich ist zu erahnen, wer künftig in den Dax aufsteigen könnte und wer dafür weichen muss.

Das ist im entscheidenden Index für die Eurozone, dem Euro Stoxx 50, völlig anders. In dem gemeinsamen Auswahlindex von Dow Jones, der Deutschen Börse und der Schweizer SWX haben es viele Börsianer inzwischen aufgegeben zu verstehen, warum wer raus- und wer reinkommt. Sie verlassen sich allein auf das Urteil der Experten.

Das hat einen durchaus nachvollziehbaren Grund. Der liegt in der bereits relativ komplizierten Vorselektion, die vom Indexbetreiber Stoxx getroffen wird. Chancen auf einen Aufstieg hat demnach nur, wer in einer von insgesamt 18 Branchen zu den Unternehmen zählt, die 60 Prozent der Branchen-Marktkapitalisierung abdecken. Wer dies schafft, muss sich anschließend in puncto Marktkapitalisierung mit den Aktien der anderen Branchen messen.

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