Lockende Alternative
Großanleger setzen auf Hedge-Fonds und Private Equity

Was früher einmal Kür war, wird allmählich zur Pflicht: Die Beimischung alternativer Anlagen ins Depot. Das gilt für institutionelle Investoren mit großem Geldbeutel ebenso wie für die Privaten. Und der Zwang zum Einstieg wächst.

FRANKFURT/M. Denn immer mehr Investoren dämmert es, dass traditionelle Wertpapierprodukte in den kommenden Jahren nur schmale Renditen abwerfen dürften.Als „nicht traditionell“ gelten die Anlageformen jenseits von Aktien und Anleihen. Wer von „Alternativen“ spricht, meint insbesondere Hedge-Fonds, Private Equity, Immobilien und Rohstoffe. Sie haben doppelten Charme. Zum einen locken sie mit teilweise deutlich höheren Erträgen als die klassischen Anlagen und streben nach Verlustvermeidung. Zum anderen sind ihre Wertentwicklungen unabhängig von den Börsenkursen. Läuft die Börse schlecht, dämpfen die Alternativen das Gesamtrisiko des Depots.

Diese Ideen stoßen bei den Institutionellen rund um den Globus auf steigende Gegenliebe. Das illustrieren die Experten des Consulting- und Asset-Management-Hauses Russell Investment mit ihrer jetzt vorgelegten Studie. Befragt wurden weltweit über 300 institutionelle Anleger nach ihren aktuellen Engagements und ihren Plänen. Das Ergebnis: Die Großinvestoren wollen ihre durchschnittlichen Quoten bei alternativen Anlagen in ihren Portfolios in den kommenden zwei Jahren deutlich steigern.

Die europäischen Anleger zeigen übrigens weit mehr Enthusiasmus als die amerikanischen. Bei außerbörslichen Beteiligungen (Private Equity) und Hedge-Fonds haben sie ihre Quoten während der vergangenen Jahre laut Russell stärker nach oben geschraubt als die Institutionellen in Übersee. Schon 2007 werden die Europäer die Aufholjagd erfolgreich abgeschlossen haben. Dann liegen laut Plan ihre Quoten bei Private Equity bei 6,1, die bei Hedge-Fonds bei 7,2 Prozent. Der Vorsprung der Amerikaner ist dann auf bis zu zwei Prozentpunkte geschrumpft.

Die Zahlen geben allerdings keinen Hinweis auf die wahren Chancen. Selbst nach der geplanten Steigerung der Quoten wäre der Abstand zu jenen Anteilen, die spürbare Performancebeiträge für das Depot leisten könnten, noch astronomisch.

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