Mangelnde Transparenz als Teil der Strategie
Sind „alternative“ Anlagen wirklich eine Alternative?

Alternativ ist in. Hedge-Funds sind längst keine Spezialität mehr für Reiche, sondern über Zertifikate für jeden Privatanleger erreichbar. Außerdem spielen sie eine wachsende Rolle bei den Versicherern.

DÜSSELDORF. Die Gothaer zum Beispiel bezieht fast ein Drittel ihrer Kapitalerträge aus dem „alternativen“ Bereich. Wer dort einen Vertrag abschließt, investiert möglicherweise in Hegde- Funds, ohne es zu wissen. Außerdem versuchen Investment- Banken, den institutionellen Anlegern – auch Versicherern – diesen Bereich schmackhaft zu machen.

Die Argumente für die alternative Anlage sind nicht von der Hand zu weisen. Aktien und Rentenpapiere sind gleichermaßen von der Entwicklung der Kapitalmarktzinsen abhängig: Steigt der Zins, verlieren die Papiere an Wert. Eine „Streuung“ auf diese Klassen bietet also in bestimmten Situationen nur wenig Sicherheit. Und weil die Zinsen sehr niedrig sind, rechnen gerade zurzeit viele Experten damit, dass sie wieder steigen.

Eines der Hauptargumente gegen „alternative“ Anlagen: Sie sind schwer zu verstehen. Auch Versicherungsvorstände zucken deshalb häufig noch zurück. Denn wenn sie Geld – zum Beispiel an der Aktienbörse – verspielen, ist das schlimm genug, aber im Zweifel gilt man als „Opfer“ des Marktes; die anderen waren auch nicht schlauer. Wenn das Geld aber in einer Anlage verschwindet, die kaum jemand so wirklich durchschaut, dann kann es für den Entscheidungsträger verdammt eng werden. Und einige Strategien im Hedge-Fund-Bereich basieren gerade darauf, Wetten abzuschließen, diese aber nicht öffentlich bekannt zu geben. Investment-Banken bieten an, für institutionelle Kunden derartige Anlagen zu überwachen. Aber wenn es schief geht, entlastet das den Geldmanager, der sich für so ein Modell entschieden hat, nur zum Teil.

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