Mauerblümchen
Mischfonds bleiben oft zu Unrecht links liegen

Mischfonds führen ein Schattendasein in der Fondspalette der Investmentgesellschaften. Sie fallen kaum auf, entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als sehr unterschiedlich und lassen sich daher schwer einordnen.

HB FRANKFURT. Anleger stecken denn auch wenig Geld in diese unscheinbaren Fonds: So beziffert der deutsche Fondsverband BVI das Vermögen der gut 250 Fonds deutscher Anbieter auch lediglich mit gut 20 Mrd. ¤. Das sind gerade mal 5 % des Gesamtvermögens in deutschen Publikumsfonds. Dabei verkörpern diese Jahrzehnte alten Fonds mit ihrem Mix aus Aktien und Anleihen den Grundgedanken der Vermögensverwaltung.

Die Wertentwicklung der Fonds erklärt das mangelnde Interesse nicht. In den vergangenen zwanzig Jahren erzielte ein Anleger laut BVI nach einer Einmalanlage eine jährliche Durchschnittsrendite von 8,3 %, mehr als mit Aktien- oder Rentenfonds. Wer zwanzig Jahre lang monatlich 50 ¤ eingezahlt hat, lag mit einer Rendite von knapp 6 % immerhin noch besser als die Aktienfonds, allerdings schlechter als Rentenfonds.

Die Gründe für das Schattendasein liegen in den Marketingstrategien der Fondshäuser. Sie werben lieber für ihre Fonds mit echten oder unechten Kapitalgarantien unter dem Label „Absolute Return“ oder „Total Return“, und wollen damit das Sicherheitsbedürfnis der von der Baisse geschockten Anleger bedienen. In der Euphoriephase zuvor waren dagegen massiv Fonds mit Aktien aus Wachstumsbranchen beworben worden.

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