Neue Veröffentlichungsregeln sorgen für Verwirrung
Verschlimmbessert

Auch Juristen ziehen ihre Bilanz der abgelaufenen Bilanzsaison. Ihnen fällt eines auf: Gerade bei den Dax-Werten herrscht große Verunsicherung, was den Umgang mit dem neuen Anlegerschutzverbesserungsgesetz (AnSVG) betrifft.

Konkret war es die Frage, wann genau Bilanzzahlen veröffentlicht werden müssen, die bei Juristen zuletzt zu krassen Meinungsverschiedenheiten und an den Aktienmärkten zu einem Mix aus Überraschung und Verärgerung führte.

Beispiele dafür gab es im letzten Monat einige. So veröffentlichte die Commerzbank ihre Geschäftszahlen für 2004 abweichend von ihrem Finanzmarktkalender, Daimler-Chrysler legte untestierte und durch den Aufsichtsrat nicht bestätigte Zahlen vor und die Lufthansa gab vorab einzelne Bilanzzahlen isoliert bekannt. Jedesmal war die Aufregung bei den Investoren gleich groß. Die einen sahen die Verlässlichkeit der Märkte aufs Spiel gesetzt. Andere befürchteten künftig größere Kursausschläge bei den entsprechenden Aktien durch unvorhersehbare Termine zur Bilanzveröffentlichung.

Grund für die ganze Aufregung ist das im vergangenen Oktober in Kraft getretene AnSVG, womit letztlich nur die EU-Marktmissbrauchsrichtlinie umgesetzt wurde. Darin geht es im Wesentlichen darum, dass nicht nur Tatsachen, sondern alle Umstände unverzüglich veröffentlicht werden müssen, die mit hinreichender Wahrscheinlichkeit eintreten werden.

Seite 1:

Verschlimmbessert

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%