Pensionsverpflichtungen werden nicht genug beachtet
Versteckte Risiken

Viele Investoren haben die Brisanz steigender Pensionsverpflichtungen vieler Unternehmen aus dem Blickfeld verloren. Das ist ein Fehler, denn die Lage hat sich nicht entspannt.

FRANKFURT/M. Nach einer Untersuchung von ABN Amro haben nur wenige Unternehmen die Deckung ihrer Pensionsfonds verbessert. Das wird sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern. Offene oder versteckte Defizite bei der Deckung der Pensionsverpflichtungen haben unter anderen die Autokonzerne General Motors und Ford, der Triebwerksbauer Rolls-Royce, der Hersteller von Auto- und Flugzeugteilen GKN und der Spezialchemiekonzern ICI.

Amerikanische und britische Unternehmen haben die Refinanzierung der Betriebsrenten für ehemalige Mitarbeiter zumeist an Pensionsfonds ausgegliedert. Auch deutsche Unternehmen weichen zunehmend vom System der internen Pensionsrückstellungen ab und stellen auf Pensionsfonds um. Die investieren in Aktien und in Anleihen, um mit den Erträgen aus diesen Papieren die Pensionsverpflichtungen zu decken. Doch das funktioniert angesichts der jüngsten Entwicklung der Kapitalmärkte nicht gut.

Noch Anfang dieses Jahres hatten viele Unternehmen und Investoren auf steigende Aktienkurse gesetzt. Doch die großen Indizes liegen derzeit deutlich unter ihren Ständen vom Jahresanfang. Dabei müssten die Aktienkurse nach Berechnungen von ABN Amro um etwa zehn Prozent jährlich steigen, um die Pensionsdefizite zu decken.

Auch die Hoffnung, dass steigende Anleiherenditen den Pensionsfonds helfen, hat sich nicht erfüllt. Die Kurse der Anleihen sind in den USA nur leicht gefallen und die Renditen im Gegenzug gestiegen. In der Euro-Zone rentieren die Anleihen sogar niedriger als zu Beginn des Jahres.

Seite 1:

Versteckte Risiken

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%