Postbank präsentiert sich vor Großanlegern
Poker um den Preis

Der Preispoker um die Aktien der Postbank ist in vollem Gang. Vor der Mammutemission am 21. Juni wird das Postbank-Management bis Ende nächster Woche von rund 300 institutionellen Anlegern „gegrillt“, wie die Angelsachsen sagen. Nur wenn die Vorstände einen guten Eindruck hinterlassen, besteht die Chance, dass die Postbank-Aktie auch gezeichnet wird.

FRANKFURT/M. Die Anleger stören sich etwa an den in den Postbank-Büchern schlummernden stillen Lasten von 272 Mill. Euro aus zwei Dax-Beteiligungen, deren Börsenkurs unter dem Kaufpreis liegt, ist aus Konsortialkreisen zu hören. Es gehe hier um die Berechenbarkeit des Managements. Denn meist gingen derartige Investments daneben.

Die beiden Teams unter der Führung von Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann und Privatkundenvorstand Wolfgang Klein müssen sich aber auch vielen anderen Detailfragen bei der Roadshow stellen, die bis Ende nächster Woche geht. Nachdem zunächst Investoren in Frankfurt besucht wurden, geht es heute weiter nach London. In der zweiten Woche der Zeichnungsfrist folgen die USA. Die letzten Tage sind dann für Großanleger in Skandinavien und der Schweiz reserviert.

Bei ihrer Überzeugungsarbeit kämpft die Postbank nicht nur gegen Pleiten, Pech und Pannen – wie die zeitweilige Diskussion einer Übernahme des gelben Instituts durch die Deutsche Bank und die Veröffentlichung eines Verkaufsmemorandums mit einem sehr niedrigen Wertansatz für die Aktie. Erstmals in Deutschland werden auch die Medien von den Fonds instrumentalisiert, um die eigenen Kursvorstellungen durchzusetzen. Der harte Preiskampf ist eine Folge des Käufermarktes, der die institutionellen Investoren in eine bisher ungekannte mächtige Position gerückt hat. Sie können jede Emission platzen lassen. Ihre klare Botschaft: Das untere Ende der Preisspanne bei 31,50 Euro ist zugleich das obere.

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