Telecom Italia erwägt Rückkauf ihrer Mobilfunktochter
Vorbild T-Online

An den Märkten hält sich hartnäckig das Gerücht, die Telecom Italia (TI) plane die vollständige Übernahme ihrer 56-prozentigen Mobilfunktochter Telecom Italia Mobile (TIM).

MAILAND. Spätestens seit im letzten Jahr die France Télécom die Minderheitsaktionäre ihrer börsennotierten Mobilfunksparte Orange abgefunden hat und die Deutsche Telekom jetzt ihren Internet-Dienstleister T-Online wieder in den Konzern eingliedert, steht diese Frage im Raum.

Zuletzt zirkulierte die Hypothese einer Fusion von TI und TIM im Volumen von 20 Mrd. Euro mit derart großer Vehemenz, dass die italienische Börsenaufsicht Consob den von Marco Tronchetti Provera geführten Konzern zu einer Stellungnahme aufforderte, die in einem eher lauwarmen Dementi mündete. TI habe keine Investmentbank mit dem Mandat versehen, entsprechende Pläne zu erarbeiten, hieß es am Wochenende. Auch sei keine Sitzung des Verwaltungsrates anberaumt, um über außerordentliche Schritte zu entscheiden. Es handele sich eben um ein Gerücht.

Tatsache ist aber, dass die überwiegende Mehrzahl der Beobachter davon ausgeht, dass an dem Gerücht etwas dran ist. Bereits im Vorjahr hatte Tronchetti einen ersten drastischen Konzernumbau durchgeführt – damals wurde die Finanzholding Olivetti mit der Telecom Italia verschmolzen. Jetzt sind weitere Großoperationen absehbar.

Für eine abermalige Vereinfachung der Konzernstruktur gibt es eine Reihe rationaler Gründe. Zudem haben die Kontrollaktionäre des Ex-Monopolisten, Pirelli und Benetton, jüngst Aktionen in die Wege geleitet, die auf eine baldige Umstrukturierung der TI schließen lassen. Sowohl der Reifen- und Kabelriese als auch die Textilindustriellenfamilie sind dabei, große Beteiligungen bzw. Geschäftsfelder zu verkaufen. Pirelli will bis zum Frühling drei Viertel der Kabelsparte versteigern. Voraussichtlicher Erlös: 1,2 bis 1,5 Mrd. Euro. Von den Benettons heißt es, dass sie Käufer für ihr 57-prozentiges Paket an der Restaurantkette Autogrill suchen. Marktwert des Paketes: 1,7 Mrd. Euro.

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