TV-Konzern Pro Sieben Sat 1 kommt nicht zur Ruhe
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Mathias Döpfner spottete gleich zu Beginn: Er sei der dienstälteste Aufsichtsrat der Pro Sieben Sat 1 Media AG, sagte der groß gewachsene Manager am Freitag, als er auf der Hauptversammlung des TV-Konzerns in München ans Podium trat.

HB MÜNCHEN. Der Vorstandschef des Axel Springer Verlags, erst seit 2001 dabei, musste das Aktionärstreffen in Vertretung von Haim Saban leiten, der kaum Deutsch spricht. Döpfner traf mit seiner Bemerkung voll ins Schwarze: In kaum einem anderen großen börsennotierten Unternehmen in Deutschland hat sich im letzten halben Jahr so viel getan wie bei der ehemaligen Kirch-Firma Pro Sieben Sat 1.

Seit der amerikanische Milliardär Saban im Herbst die Mehrheit an Deutschlands größter privater Fernsehgruppe (Pro 7, Sat 1, Kabel 1, N 24) übernahm, ist in der im M-Dax notierten Firma kein Stein auf dem anderen geblieben. Dabei hat der quirlige Medienmanager nicht nur den Aufsichtsrat aufgemischt. Wenn der für Medienpolitik zuständige Jürgen Doetz demnächst den Hut nimmt, wird aus der alten Vorstandsriege nur noch Finanzchef Lothar Lanz übrig bleiben. Alle anderen Vorstände hat Saban abgelöst. Zudem mussten auch die Chefs der beiden wichtigsten Kanäle der Gruppe, Pro 7 und Sat 1, gehen.

Obwohl Kleinaktionärsvertreter die Personalrochaden am Freitag kritisch unter die Lupe nahmen: Die Aufräumarbeiten haben den Anteilseignern bisher nicht geschadet. Seit Saban zusammen mit mehreren ausländischen Finanziers im September eingestiegen ist, legte der Aktienkurs um mehr als fünfzig Prozent zu.

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