Unternehmensbonds haben nicht mehr viel zu bieten
Magere Renditen

Unternehmensbonds haben nicht mehr viel zu bieten.

FRANKFURT/M. Was waren das für schöne Zeiten vor einem Jahr. Damals bekamen Anleger für Unternehmensanleihen noch eine richtig satte Verzinsung. Wer damals zum Beispiel eine Anleihe der Deutschen Telekom kaufte, die in achteinhalb Jahren fällig wurde, sicherte sich eine Rendite von knapp sieben Prozent. Im Schnitt boten Anleihen europäischer Industrieunternehmen, deren Bonität die Ratingagenturen mit sehr gut bis mittelmäßig einstufen, immerhin 1,35 Prozentpunkte mehr Rendite als Staatsanleihen.

Die im Vergleich zu Staatspapieren höhere Rendite erklärt sich aus dem höheren Ausfallrisiko der Bonds. Denn die Investoren bekommen ihr eingesetztes Kapital und die Zinsen nur, solange ein Unternehmen zahlungsfähig ist. Im Vergleich zu Aktien gelten Unternehmensbonds dennoch als die sicherere Investition, weil Kursverluste der Bonds den Investoren im Prinzip egal sein können. Denn solange ein Unternehmen solvent bleibt, erhalten die Anleger ihr Kapital plus Verzinsung zurück.

Diese Sicherheit gepaart mit den hohen Renditen führte zu einem echten Run auf Unternehmensanleihen. Die Kurse der auch Corporate Bonds genannten Wertpapiere stiegen deshalb kräftig; im Fall der Telekom um mehr als 20 Prozent. Im Gegenzug sank die Realverzinsung, die sich aus dem festen Zinsschein und dem Kurs berechnet. Wer jetzt noch Geld in eine achteinhalb Jahre laufende Anleihe der Telekom steckt, bekommt dafür deutlich weniger als fünf Prozent Rendite.

Im Schnitt rentieren europäische Unternehmensanleihen heute bloß noch 0,60 Prozentpunkte höher als Staatsanleihen. Das macht sie für Einsteiger nicht mehr sonderlich attraktiv.

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