US-Nebenwerte sind noch nicht ausgereizt
Klein, aber oho

Die Rally der Kleinen kann sich sehen lassen. In den USA haben Nebenwerte – ähnlich wie in Europa – in den vergangenen 16 Monaten die großen Standardwerte übertroffen. Die Erfolgswelle der „Small Caps“ ist dabei noch nicht einmal ausgereizt, wenn Experten der Wall Street recht haben. Erst in der zweiten Jahreshälfte könnte sich das Blatt wenden.

HB DÜSSELDORF. Seit Anfang des Jahres hat der US-Nebenwerteindex Russel 2000 um 4,75 Prozent zugelegt. Der Standardwerteindex S&P 500 lag nur um zwei Prozent im Plus. Noch besser sieht die Story der Kleinen seit April 2003 aus. 58 Prozent haben die Nebenwerte des Russell 2000 seit damals in Dollar gerechnet gewonnen. Damit haben sie nahezu doppelt so stark zugelegt wie der S&P 500, der 32 Prozent gewann.

Und immer noch ist Luft drin - ein wenig zumindest. Die technischen Charts der Investmentbank Merrill Lynch belegen, dass die starke Kursentwicklung im Vergleich zu den Large Caps noch nicht ausgereizt ist. Nebenwerte legen ja generell höhere Wachstumsraten vor als Großkonzerne und erzielen damit auch stärkere Kursverbesserungen.

Für die Nebenwerte spricht auch, dass Kapital immer noch vergleichsweise billig ist. Nicht nur weil die Zinsen absolut gesehen noch niedrig sind: Kleine Unternehmen müssen für ihr am Kapitalmarkt geliehenes Geld derzeit vergleichsweise niedrige Risikoaufschläge bezahlen. Small Caps haben bisher immer dann geboomt, wenn die Zinsspanne zwischen Risikoanleihen und Staatspapieren niedrig gewesen ist. Außerdem haben sich kleinere US-Unternehmen in jüngster Zeit reichlich über Wandelanleihen refinanziert.

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