Verband schürt Angst vor Marktengpass
Silber ist Gold wert

Wenn bei Aufsichtsbehörden Genehmigungsunterlagen für Fonds geprüft werden, ist das für die Kontrolleure das tägliche Brot – normalerweise. Jetzt gibt es eine Ausnahme. In den USA entbrennt eine heftige Debatte um ein Projekt von Barclays Global Investors. Der weltgrößte Vermögensverwalter hat bei der SEC die Genehmigung für einen Silber-Fonds eingereicht. Er würde Investoren den Einstieg in das Metall erheblich erleichtern, weil der Erwerb der physischen Ware umständlich, sein Besitz wegen der Lagerprobleme aufwendig und kostspielig ist.

FRANKFURT/M. Der börsengehandelte Fonds „verbrieft“ den Anspruch auf das Metall. Für jeden investierten Dollar wird die entsprechende Menge an Metall hinterlegt. Silber handeln wie Aktien, einfach und bequem, das ist die Idee. Diese Art börsengehandelter Fonds gibt es im Rohstoffbereich bereits für Gold. Rund um den Globus feiern die innovativen Produkte Absatzerfolge. Sie haben in kurzer Zeit 250 Tonnen Gold mit einem Marktwert von 3,4 Milliarden Dollar angesammelt.

Der Gedanke an einen ähnlichen Absatzerfolg des Barclays-Produkts lässt die Silver Users Association Sturm laufen. Der Verband von Silberherstellern, -verkäufern und -nutzern baut in USA eine Abwehrfront gegen das geplante Produkt auf. Auf der einen Seite begrüßt er zwar den Versuch, Silber als Investmentobjekt populärer zu machen. Gleichzeitig ruft er jedoch die Aufsicht zur Ablehnung des Genehmigungsantrages auf.

Das simple Argument des Verbandes: Der Silbermarkt sei im Gegensatz zum Goldmarkt zu klein, als dass er ein solches Produkt vertragen könnte. Der Barclays-Fonds würde zu viel physisches Silber beanspruchen. Die Folge wären laut Verband Versorgungsengpässe. In der Konsequenz müssten die Silberpreise steigen, folgern die dem Metall verbundenen Anleger und Analysten.

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