Vermögensberatung von Frauen für Frauen
Selbst ist die Frau

Geld stinkt nicht, im Gegenteil: es schmückt – Männer und Frauen gleichermaßen. Soll es sich vermehren, sind Evas Schwestern meist die erfolgreicheren Investorinnen: Sie sind vorsichtiger, besser informiert und handeln überlegter – wenn sie handeln jedenfalls. Zu diesem Ergebnis kommen verschiedene Studien.

FRANKFURT. Aber sind Frauen auch die besseren Beraterinnen, wenn es um Geldanlagen geht? Für Frauen und ihre speziellen Bedürfnisse in verschiedenen Lebenslagen schon, behaupten jedenfalls Expertinnen, die mit spezieller Vermögensberatung von Frauen für Frauen ihren Lebensunterhalt verdienen. Eine derartige Beratung bei der Geldanlage und Vermögensplanung bekommt frau hier zu Lande entweder bei einer der rund 50 so genannten Finanzfachfrauen, die sich zum gleichnamigen Netzwerk zusammengeschlossen haben, oder bei einem Mitglied des Bundesverbandes unabhängiger Finanzdienstleisterinnen aus Bonn.

Ihr Plus: Diese Dienstleisterinnen stellen sich als Frauen speziell auf die Zielgruppe Frau und deren langfristige finanzielle Lebensplanung ein. Dabei versuchen sie, den unterschiedlichen Bedürfnissen in den jeweils verschiedenen Lebensphasen einer Frau gerecht zu werden und diese im Gesamtbild zu berücksichtigen. Schließlich sind sie selbst Frauen, daher fühlen sie sich für diese Zielgruppe kompetent.

Ansatzpunkte für Frauen, ihre finanziellen Angelegenheiten in die eigenen Hände zu nehmen, gibt es viele: Sei es, dass sich nach Babypausen im Job Versorgungslücken und damit ein gewisser Nachholbedarf bei den Rücklagen für die eigene Altersvorsorge aufgetan haben. Sei es, dass frau eine größere Summe geerbt hat, sich selbstständig machen will, ein Haus kauft, dass eine Lebensversicherung fällig wird oder die Finanzplanung nach einer Trennung neu überdacht werden muss. Die Zeiten, in denen die Unwissenheit von Frauen in Gelddingen akzeptiert wurde und die eine oder andere damit sogar gekonnt kokettiert hat, sind lange vorbei. Heutzutage gilt eine solche Einstellung bestenfalls als dumm, denn Männer und Frauen, die so denken, schneiden sich letztlich nur ins eigene Fleisch.

Doch Vorsicht! Frauen, die über ein gutes eigenes Einkommen verfügen oder etwas auf der hohen Kante zum Investieren haben, sind bei jedem Anlageberater gerne gesehen. Schließlich lässt sich Manövriermasse nur dann mit Spaß manövrieren, wenn auch Masse da ist. Auch die so genannten Frauenberaterinnen zählen nach eigenen Angaben vor allem berufstätige Kundinnen mit eigenem Vermögen zu ihren Klientinnen. Fernab von amazonenhaftem Kampfvokabular liegt die Chance der Frauenfinanzberatung allein in einem möglichen Renditevorsprung. Zahlt sich der kleine Unterschied in klingender Münze aus, hat diese Beratung einen entscheidenden Vorteil. Nicht nur für Frauen.

Quelle: Heike Herbertz
Petra Hoffknecht
Handelsblatt / Redakteurin
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