Vorsorge
Riestern mit dem Banksparplan

Wer rasch noch riestern will, kann mit einem Banksparplan Zeit kaufen. Der bringt den Versicherern die geringsten Provisionen und ist deshalb unbekannt.

Das Weihnachtsgeschäft ist nicht nur für den Einzelhandel die mit Abstand profitabelste Zeit im Jahr. Auch Banken und Versicherer laufen im Jahresendgeschäft zur Hochform auf. Während der Handel mit hohen Rabatten lockt, lautet das liebste Verkaufsargument der Berater und Vertreter: staatliche Förderung. Sei es durch einen Abschlag bei der Steuer, sei es durch einen Zuschuss zu bestimmten Sparformen wie etwa der Riester-Rente. Wer derzeit eine Bankfiliale betritt, kommt kaum an Plakaten vorbei, auf denen hohe Euro-Beträge prangen. Die Botschaft: Vater Staat verteilt Geld aus seinem Füllhorn, und fördert fürsorglich Riester-Sparer. Garniert ist diese frohe Botschaft mit dem eindringlichen Rat, sich das Zubrot für die Zusatzrente noch für dieses Jahr zu sichern. Nur wer jetzt noch schnell einen Vertrag unterschreibt, erhält auch noch für dieses Jahr die Zulagen.

Doch sind Eile und zur Eile drängende Vermittler meist schlechte Ratgeber. Wie bei jeder Geldanlage sollte sich der Anleger ausführlich beraten lassen, ob ein bestimmtes Produkt auch zu ihm passt. Für einige ist es sinnvoller, privat zu sparen und auf die staatlich geförderten Produkte zu verzichten.

Rentenversicherungen sind teuer

Wer sicher weiß, dass er riestern will, kann sich zumindest Zeit kaufen. Wer noch unbedingt in diesem Jahr eine Riester-Rente abschließen will, sollte auf eine Variante setzen, aus der er ohne große Verluste wieder herauskommt, wenn er nach zwei oder drei Jahren etwa ein anderes Riester-Produkt für besser hält. Vor allem Rentenversicherungen ziehen am Start der Sparphase hohe Kosten ab, sodass ein Fehlschuss hier besonders ärgerlich ist.

Von den Kosten her der beste Parkplatz für die Riester-Rente ist daher der Banksparplan. Der wird gerade deshalb so zurückhaltend verkauft, weil er die geringsten Provisionen bringt. Für den Kunden ist es die einfachste, transparenteste und flexibelste Variante. Die Banken kommen auf ihre Kosten, weil die bei den Gutschriften einen Abschlag auf den Referenzzins einkassieren. Dabei handelt es sich meist um die Umlaufrendite, also den Durchschnitt dessen, was Bundesanleihen bringen.

Wer also die Riester-Förderung mitnehmen, aber sich noch nicht auf ein Produkt festlegen will, ist mit dem stinklangweiligen Banksparplan gut aufgehoben. Dies gilt auch für alle, die weniger als zehn Jahre bis zur Rente vor sich haben.

Und wer weiß, vielleicht stellen ja viele künftige Riester-Rentner nach eingehender Beschäftigung mit dem Thema fest, dass der Banksparplan sich auch als Dauerparkplatz gut eignet.

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