Abwärtstrend
Das langfristige Bild für den MDax bleibt negativ

Seit seinem Rekordhoch im Sommer steht der MDax überdurchschnittlich stark unter Druck, die Folge ist ein Wertverlust von 15 Prozent. Eine Charttechnik zeigt: Eine Jahresendrally mittelgroßer Werte könnte Anleger in falsche Sicherheit wiegen - es warten schwere Widerstände.

FRANKFURT. Zuletzt kämpfte der Index mittelgroßer Werte mit einer wichtigen Unterstützung, in deren Bereich die scharfen Korrekturen im März und August dieses Jahres aufgehalten worden waren. Es wurde bereits ein technisch negatives neues Tief markiert.

Nach dem Rekordhoch im Juli und der Erholung im Oktober hat der MDax einen neuen Abwärtstrend ausgebildet. Dabei konnte der Durchschnitt der vergangenen 200 Tage als ein Signalgeber für viele technisch orientierte Investoren nicht wieder nachhaltig überschritten werden. Es folgte eine erneute scharfe Korrektur.

Dennoch ergibt sich von der Schlüsselunterstützung bei 9 275 Punkten ein kurzfristiges Reaktionspotenzial für eine Jahresendrally. Diese sollte aber nicht über das längerfristig negative Bild für den MDax hinwegtäuschen.

Eine Erholung könnte den MDax wieder bis auf 10 300 Punkte bringen. Ein erster Widerstand bei 9 800 Zählern aus weiteren Bewegungsextrema müsste dabei zunächst überwunden werden - was am vergangenen Freitag gelang.

Bei 10 300 Punkten lauern aber wieder erhebliche Widerstände, die aus technischer Sicht nur schwer zu überwinden sein dürften. Zum einen verläuft hier der aktuell vorherrschende Abwärtstrend. Zum anderen bremst ein weiterer horizontaler Widerstand über einige Extrempunkte, die der MDax seit Ende Februar dieses Jahres ausgebildet hat. Hinzu kommt die 200-Tage-Linie, die bereits in der letzten Erholung nicht nachhaltig überschritten werden konnte. Die Kurse könnten wieder nach unten abdrehen.

Andererseits würde sich das Bild massiv weiter eintrüben, wenn der MDax in den kommenden Wochen keine nachhaltige Gegenreaktion zeigt und die aktuelle Unterstützung bei 9 275 Punkten aufgeben müsste. Ein Verkaufssignal wäre ein neues Tief unter 8 930 Punkten. In diesem Fall sollten sich Anleger auch kurzfristig auf weiter fallende Kurse einstellen. Eine Schulter-Kopf-Schulter-Umkehrformation würde bestätigt. Das rechnerische Kursziel aus dieser Formation läge bei 7 050 Punkten - das Ziel einer nachhaltigen Korrektur.Der Autor ist freier Chartanalyst und Regionalmanager Frankfurt im VTAD.

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