Aufwärtstrend
US-Leitindex S&P 500 sendet Erholungssignale

Technische Analysten betrachten den jüngsten Aufwärtstrend des S&P 500 als zartes Erholungssignal. Der US-Leitindex ist nicht nur das erste Mal seit Januar über die Marke von 1 400 Punkten gestiegen, sondern auch aus dem seit Oktober bestehenden Abwärtskanal ausgebrochen. Chartanalysten sprechen von einem "ermutigenden" Trend.

Bloomberg NEW YORK. Zudem ist er so nah an die 200-Tages-Linie herangekommen wie noch nie in diesem Jahr. Am Donnerstag legte der S&P 500 1,7 Prozent zu auf 1 409,34 Punkte. Damit hat er sich von seinem 19-Monats-Tief vom 10. März elf Prozent entfernt. Der Trend sei "ermutigend", sagte John Roque, geschäftsführender Direktor der New Yorker Investmentbank Natixis Roque wurde vergangenes Jahr vom US- Anlegermagazin Institutional Investor zum drittbesten technischen Analysten gewählt. "Die von uns verwendeten Indikatoren sind nicht fantastisch, aber in Ordnung. Und sie haben sich in jüngster Zeit alle verbessert", sagte er.

Der Dow Jones Industrial Average stieg am Donnerstag erstmals seit 3. Januar über die Marke von 13 000 Zählern. Insgesamt haben US-Aktien nahezu die Hälfte ihrer seit Oktober erlittenen Kursverluste wieder wettgemacht, gestützt von sieben Zinssenkungen der US-Notenbank und 951,2 Mrd. Dollar (613,9 Mrd. Euro) an Notkrediten für das Finanzsystem. Allerdings verweisen Beobachter auf das geringere Handelsvolumen im April. Dieses könne anzeigen, dass die Rally an Kraft verliert, sagte Jeffrey de Graaf, leitender Geschäftsführer bei ISI in New York. De Graaf belegte bei der Erhebung des Institutional Investor in den vergangenen drei Jahren jeweils den ersten Platz unter den Markttechnikern.

Die Zahl der täglich an der New York Stock Exchange gehandelten Aktien lag seit 31. März nie über 1,5 Millionen - auf Sicht des vergangenen Jahres belief sich der Durchschnitt auf 1,57 Millionen Aktien. Darüber hinaus legten am Donnerstag von den 500 Titeln im Standard & Poor's nur 430 zu, nach einem Maximum von 489 Aktien am 18. März. De Graaf wäre nach eigener Aussage zuversichtlicher, wenn die Breite der Marktbewegung ein neues Hoch erreichen würde. Seit der Rettung der US-Investmentbank Bear Stearns haben vor allem die Finanztitel kräftig zugelegt.

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