Börsenbarometer hat bei rund 4280 Punkten gut Unterstützung
Charttechniker sehen Dax in Handelsspanne

Ein neues Jahreshoch steht für den Dax zumindest auf kurze Sicht wohl nicht auf der Tagesordnung.

HB FRANKFURT. Hierfür müsste der Index eine starke Widerstandszone überwinden, die bei etwa 4 390 bis 4 395 Punkten liegt. Marken innerhalb dieser Zone finden sich am Dienstag in den meisten technischen Marktkommentaren. Martin Siegert von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zum Beispiel sieht bei 4 392 Punkten das Top einer "b-Welle". Er ist jedoch optimistischer als die meisten seiner Kollegen: Ein Bruch dieser Marke könne dem Dax Flügel verleihen und Signal für eine dynamische Aufwärtsbewegung sein.

"Nachfolgend erwarten wir dann ein neues Jahreshoch deutlich über der 4 435er-Marke", lautet die Prognose Siegerts im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Als Kursziele böten sich der Widerstand bei 4 484 Punkten und darüber die aus der so genannten Elliott-Wave-Theorie (nach der Kurse in Wellenformen verlaufen) abgeleitete Marke von 4 524 an. Dass sich der Dax stattdessen Richtung Süden aufmacht und dabei die Unterstützungszone bei 4 276 unterschreitet, hält der Analyst für unwahrscheinlich. "Sollte dies jedoch geschehen, sollten 'Long'-Positionen sofort glatt gestellt werden", rät Siegert.

Etwas vorsichtiger äußert sich Volker Bien von der Hypo-Vereinsbank. Zwar stehe für den Dax nun der Ausbau der rechten Schulter einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) an. Ein neues Jahreshoch erwartet der Analyst jedoch nicht. "Das Potenzial für eine Erholung sollte bis knapp 4 400 Punkte reichen." Bien verweist auf den S&P-500, der seit November ebenfalls eine SKS-Formation gebildet habe. Deren Nackenlinie liege bei 1 165 Punkten. Die Trading-Oszillatoren seien zwar auf kurze Sicht im überverkauften Bereich angelangt. Dennoch sei es noch zu früh für einen Anlauf auf neue Höchststände. Eine Aufwärtsbewegung könne bereits am Widerstand bei 1 190 "verhungern". Alternativ könne sich der S&P-500 in dieser Zone stabilisieren und anschließend - mit einem Verlassen des überverkauften Bereichs der Stochastik - ein neues Aufwärtssignal senden.

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