Bund-Futures
Rentenhausse geht in die Endphase

Seit seinen Tiefständen zur Mitte des vergangenen Jahres hat sich der Bund-Future von einem Hoch zum nächsten geschraubt.Nun verliert er jedoch deutlich an Schwung und scheint einen Gipfel erreicht zu haben. Derzeit überwiegen die warnenden Signale.

DÜSSELDORF. Seit Anfang des Jahres verliert das Rentenbarometer jedoch zunehmend Schwungkraft. Was zunächst den Charakter einer Konsolidierung hatte, scheint sich mehr und mehr als die Bildung eines Gipfels herauszukristallisieren.

Basis für den Anstieg auf das im Januar dieses Jahres verzeichnete Allzeithoch des Rentenbarometers bei 126,53 Prozent war der Sprung über den Widerstandsbereich bei 118 im November 2008. Damit einher ging die Komplettierung einer gewaltigen Umkehrformation. Das rein rechnerische Kursziel des ausgeprägten Doppelbodens von 127 Prozent wurde danach bereits nahezu vollständig abgearbeitet.

Nachdem der Bund-Future im Januar das angeführte Allzeithoch erklommen hatte, verließen das Barometer dann aber die Aufwärtskräfte. Im März kam es zwar zu einem Anstieg. Mit 126,52 Prozent wurde das vorhergehende Rekordniveau allerdings um einen Tick verfehlt. Schon im Vorfeld hatte ein im Bereich der technischen Analyse als "Divergenzen" bekanntes Phänomen auf ein Nachlassen der Aufwärtskräfte im Rahmen der Hausse hingewiesen. So vollzogen die technischen Indikatoren die letzten Kurshochs nicht mehr nach - ein Signal für ein abnehmendes Momentum.

Während auf der Oberseite die Luft im Bereich von 126 Prozent äußerst dünn wurde, liefen Schwächephasen in der Zone von 121,55/33 aus, die nun einen wichtigen Unterstützungsbereich darstellt. Zusammengefasst überwiegen derzeit die warnenden Signale. Zu einer deutlichen Aufhellung der Lage würde es indes erst bei einem Sprung über das Allzeithoch des Bund-Futures vom Januar kommen.

Rainer Sartoris, CFA , ist Analyst bei HSBC Trinkaus

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%