Chartanalyse
Dem Euro geht die Puste aus

In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich der Euro gegenüber dem Dollar sukzessive gefestigt und notiert aktuell knapp unterhalb der Anfang März bei 1,4450 US-Dollar markierten Jahreshöchststände. Nun mehren sich die markttechnischen Anzeichen, dass der Trend bald auslaufen könnte - und ein markanter Richtungswechsel nach unten ansteht.

DÜSSELDORF. Als erstes sticht dem Beobachter beim Blick auf den Chart die nachlassende Aufwärtsdynamik ins Auge. So erreichte der Markt bereits Anfang Juni ein Niveau von 1,4330 Dollar. Anschließend folgte nach einer Zwischenkonsolidierung eine nur noch schwunglose Wiederaufnahme des Aufwärtstrends. Erst Anfang August gelangen neue Bewegungshochs. Dabei wurden die alten Höchststände lediglich um etwas mehr als einen Cent überwunden, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Statt prozyklischer Käufe folgten zur Enttäuschung der Bullen antizyklische Positionsbereinigungen. Das eigentlich generierte kurzfristige Kaufsignal wurde vom Markt nicht angenommen. In der Technischen Analyse schlägt sich dieses Verhalten in negativen Divergenzen bei verschiedenen bekannten Indikatoren, wie dem MACD oder RSI, nieder. Letztlich wird somit eine nachlassende Dynamik widergespiegelt, die einem tatsächlichen Trendwechsel sehr häufig vorausgeht.

Auch elliott-technischen Überlegungen sprechen für ein Auslaufen der im November vergangenen Jahres gestarteten Euro-Stärke. Einem ersten Erholungsschub bis Anfang dieses Jahres schloss sich seinerzeit eine zweimonatige Korrektur an, bevor im März der zweite Teil der korrektiven Gegenbewegung gestartet wurde. Die ausgebildeten Strukturen deuten nun darauf hin, dass diese zweite Welle vor dem Abschluss steht.

Ansgar Krekeler ist Aktienhändler bei der WGZ Bank.

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