Chartanalyse
Europäische Aktien stehen auf der Kippe

Nach dem Ende der jahrelangen Hausse droht dem Index EuroStoxx50 eine Talfahrt. Seit Jahresbeginn weist der Index einen Verlust von 23 Prozent auf; die eingeleitete Gegenbewegung hat den Charakter einer technischen Baisse. Im laufenden Jahr könnte es folglich holprig weitergehen.

FRANKFURT. Der DJ EuroStoxx50, der die 50 führenden Standardwerte der Euro-Zone beinhaltet, hat eine jahrelange Hausse durchlaufen - ausgehend von Kursen um 1 847 Punkten im März 2003. Allerdings bildete der Index seit dem Sommer 2007 - nach dem Erreichen des Jahreshochs bei rund 4 573 Punkten - eine Seitwärtsbewegung aus, die den technischen Charakter einer Dreiecksformation aufwies. Im vierten Quartal 2007 steckte der Index einerseits in diesem Dreieck unterhalb der gestaffelten Widerstands-Zone zwischen 4 550 und 4 580 Punkten fest, andererseits verteidigte der DJEuroStoxx50 den gut dreijährigen Hausse-Trend (bei rund 4 250 Punkten).

Zum Jahreswechsel fiel der Index dann mit einem Verkaufssignal aus der Dreiecksformation und dem alten Hausse-Trend heraus. Der bisher aufgetretene Verlust von rund 23 Prozent zeigt an, dass die nun eingeleitete übergeordnete Gegenbewegung den Charakter einer technischen Baisse aufweist. Dies bedeutet, dass es im laufenden Jahr holprig weitergehen könnte. Zwar deutet sich eine mittelfristige Stabilisierung an, allerdings sollte es dem Index schwer fallen, sich in den nächsten Wochen dauerhaft über 4 000 Punkten festzusetzen. Beim nächsten Rückfall sollte der Index die neue, gestaffelte Unterstützungszone zwischen 3 380 und 3 530 Punkten verteidigen, damit sich die Chance auf eine tragfähige Bodenformation abzeichnet.

Der Autor ist technischer Analyst bei der Commerzbank.

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