Chartanalyse
Goldpreis hat jetzt eine Unterstützungsmarke erreicht

Mit seiner steilen Aufwärtsbewegung von 640 Dollar je Feinunze im August 2007 bis auf einen Rekord bei mehr als 1 030 Dollar im März 2008 ist Gold zum Liebling vieler Anleger geworden. Zuletzt schloss sich aber eine scharfe Korrektur an. Wenn der Kurs 840 Dollar nicht unterschreitet, sind die Chancen für einen erneuten Anstieg gut.

FRANKFURT. Dabei ist das gelbe Metall auf eine charttechnisch ganz wichtige Unterstützung bei rund 840 Dollar gefallen.

Auf diesem Niveau treffen zahlreiche Unterstützungsmarken für Gold zusammen. Ein weiterer Abstieg wird bei 845 Dollar von einer Horizontalen über das Jahreshoch 2007 und zwei Tiefs 2008 gebremst. Hinzu kommt eine innere Trendlinie, die Ende 2006 ihren Ursprung hat und über die Zwischentiefs 2007 sowie die jüngsten Tiefs führt. Auch der gleitende Durchschnitt der vergangenen 200 Handelstage als viel beachteter Signalgeber kommt etwas unterhalb dieser Marke als Unterstützung ins Spiel.

Hält die Unterstützung bei rund 840 Dollar, ist die Talfahrt beim Goldpreis in den vergangenen Wochen als technisch gesunde Korrektur im intakten Aufwärtstrend zu werten. Dies würde mit einem erneuten Kaufsignal bei Preisen über 883 Dollar bestätigt.

Alle Alarmglocken müssen dagegen bei einer nachhaltigen Verletzung des Schlüsselniveaus von 845 bis 830 Dollar (200-Tage-Linie) angehen. Diese Unterstützung würde sich als Nackenlinie einer Kopf- Schulter-Umkehrformation erweisen. Diese signalisiert mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Trendwende und kündigte weitere Kursverluste bis auf das rechnerische Ziel bei 630 Dollar an.

Gold korreliert auch mit anderen Märkten, besonders stark mit dem Euro-Dollar-Paar. Der Dollar stabilisierte sich zuletzt nach seiner schnellen Talfahrt etwas - der Euro fiel von 1,60 auf 1,54 Dollar. Legt die Gemeinschaftswährung wieder den Vorwärtsgang ein, würde auch Gold profitieren.

Der Autor ist freier Chartanalyst und Regionalamanger Frankfurt im VTAD.

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