Chartexperte sieht nach dem Bruch des Baisse-Trends den Weg nach oben erst einmal frei
Aktie von Royal Dutch steht technisch gut da

Die Aktie des europäischen Schwergewichts Royal Dutch/Shell dürfte Anlegern in den kommenden Monaten Freude bereiten. Nach Überwindung des großen Widerstands bei gut 42 Euro winken weitere Kursgewinne.

RANKFURT/M. In aller Munde ist momentan der krisen- und skandalgebeutelte Ölmulti Royal Dutch/Shell. Nachdem die Gesellschaft ihre Reserven nach einer Neuberechnung zu Jahresbeginn um 23 Prozent geringer ausgewiesen hatte, stehen die Daten zu den unterirdischen Vorräten im Blick der Anleger. Wenngleich also über fundamentale Fakten wie die tatsächliche Höhe der Ölreserven oder der künftigen Konzernstruktur noch immer Ungewissheit vorherrscht, scheint zumindest aus technischer Sicht das Schlimmste ausgestanden und der Titel einer wieder aussichtsreicheren Zukunft entgegenzublicken.

Optimistisch stimmt vor allem der noch frische Bruch des technischen Widerstands bei 42 Euro. Damit konnte einerseits eine Bodenformation komplettiert werden, aus der sich für die Zukunft deutliches Aufwärtspotential ableiten lässt. Dem steht der Bruch des immerhin drei Jahre intakten Abwärtstrends, der einer Gezeitenwende gleichzusetzen ist, in nichts nach. Hinzu kommt, dass diese Entwicklung von deutlich steigenden Umsätzen begleitet wurde und somit auf soliden Füßen steht. Ein konstruktives Bild bieten zudem die mittelfristig ausgerichteten, auf breiter Front positiven Wochenindikatoren.

Vor diesem Hintergrund spricht viel für eine auch in den kommenden Wochen und Monaten anhaltend freundliche Tendenz und damit weitere Kurszuwächse. Als Nahziel bieten sich zunächst die im Bereich von 46 Euro erkennbaren horizontalen Widerstände an. Hier wird zumindest eine vorübergehende Konsolidierung kaum zu vermeiden sein.

Insgesamt aber dürfte das Potenzial in diesem Bereich noch nicht erschöpft sein. Auf Jahressicht sollte es gelingen, bis in Regionen von 51 oder 52 Euro vorzustoßen. Sollte die Konsolidierung doch noch ausgeprägter ausfallen, ist die Aktie dank der markanten Unterstützung bei 42 Euro gut gewappnet. Grundlegend eintrüben hingegen würde sich das auf allen Zeitebenen stimmige Bild bei einem nachhaltigen Rückfall in den Baissetrend. Mit Blick auf die momentan starke Verfassung ist ein solches Szenario allerdings unwahrscheinlich.

Marcus Metz arbeitet bei der Staud Research GmbH in Bad Homburg.

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