Chartgespräch
„Aktien werden noch billiger“

Anleger, die investieren wollen, sollen lieber noch warten, sagt Uwe Zimmer von der Meridio Vermögensverwaltung. Sollte der Dax unter 6200 Punkte fallen, gibt es noch gehöriges Abwärtspotenzial.
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DüsseldorfBelastungen für die Aktienmärkte gibt es zuhauf: Die drohende Pleite Griechenlands, der mögliche Dominoeffekt für Spanien oder Italien und die Wahl in Frankreich. Der neue Präsident François Hollande favorisiert Konjunkturprogramme auf Pump. "Charttechnische Marken, Unterstützungen und Widerstände spielen in solch politisch geprägten Wochen wie jetzt vorübergehend eine untergeordnete Rolle", sagt Uwe Zimmer von der Meridio Vermögensverwaltung in Köln. Er kombiniert beide Techniken - die Fundamental- und Chartanalyse.

Für Zimmer sind die vielen fundamentalen Belastungen keinesfalls unerwartet vom Himmel gefallen. Schließlich waren die Wahltermine in Griechenland und Frankreich bekannt und das politische Hickhack bei der Regierungsbildung in Athen und die daraus resultierende Staatskrise durchaus zu erwarten. "Ich freue mich über unsere richtige Positionierung in den letzten Wochen", sagt er.

Schon im vergangenen Handelsblatt-Chartgespräch zu Jahresanfang ("Die Risiken sind viel zu groß") war er großer Skeptiker angesichts der ungelösten Schuldenkrise in Europa. "Als der Dax dann vor einigen Wochen zu fallen begann und unter 7000 Punkte rutschte, haben wir unsere Aktienquote noch weiter verringert."

Der Vermögensverwalter räumt gerne ein, beim vorangegangenen Anstieg, der den Dax von 5500 im November auf 7200 Punkte im März führte, nicht voll in Aktien investiert gewesen zu sein. "Aber auch jetzt sind wir bei weitem nicht voll dabei." Er hat angesichts der schon lange schwelenden Schuldenkrise die Depots seiner Kunden frühzeitig wetterfest gemacht. Das erreichte er durch solide Firmenanleihen, durch viel Bares und mit einer niedrigen Aktienquote. Selbst in den guten Zeiten lag sie nur bei 30 bis 35 Prozent - "jetzt sind es noch weniger", versichert Zimmer.

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Gefahr einer Abwärtsdrift

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  • Alle Chartanalysten hatten noch vor ca. 2 Monaten die 8000 im Visier. Was passiert ist wissen wir alle. Jetzt singt jeder wieder das Untergangslied weil wir unter die 200 Tage Linie gefallen sind. Das Sentiment ist so schlecht wie seit dem Frühjahr 2009. Alle Chartanalysten sehen fallende Kurse. Kontraindikator per Excellent. Ich sage nur eins: Sei gierig wenn alle Angst haben und habe Angst wenn alle Gierig sind.... Natürlich müssen wir vermutlich noch ein paar Wochen durchhalten aber dann werden wir steigende Kurse sehen und alles schauen ungläubig hinterher ! Wie immer

  • Vielleicht sollte HB den Meridio-Sachverstand zunächst anhand von A0MY9B prüfen, bevor hier die Binsenweisheiten eines Herrn Zimmer (Dax bei 6200 ... oder drüber? ... oder drunter?) unkritisch propagiert werden.

  • Ahh ein neuer möchtegern Guru ;-)))

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