Chartgespräch : Anleger laufen den steigenden Kursen hinterher

Chartgespräch
Anleger laufen den steigenden Kursen hinterher

Die Aktienkurse sind zuletzt stark gestiegen. Die Gefahr eines Rückschlags ist dennoch sehr begrenzt. Jeff Hochman, Leiter der technischen Analyse bei Fidelity, erklärt die Gründe für seinen Optimismus.
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DüsseldorfSelten waren die Befürchtungen an den Börsen so groß wie zum Jahreswechsel. Die Weltkonjunktur drohte sich empfindlich einzutrüben, immer mehr Euro-Staaten versanken in die Rezession, selbst in China schwächten sich die Frühindikatoren rasant ab. Obendrein lähmte die Schuldenkrise die Finanzmärkte. Das verleitete die Mehrheit der üblicherweise notorisch optimistischen Analysten zum Urteil: Die erste Jahreshälfte wird schwierig, erst danach haben die Börsen die Chance, sich zu fangen.

Es kam anders. Die Börsen legten ihren besten Jahresstart seit 18 Jahren hin. „Das erste Halbjahr wird besser ausgehen, als die meisten denken“, prognostiziert Jeff Hochman. Die Botschaft des Leiters der technische Analyse bei der internationalen Fondsgesellschaft Fidelity lautet: Die Börsen steigen, weil Anleger unterinvestiert sind, auf dem falschen Fuß erwischt wurden – und nun den steigenden Kursen hinterherlaufen.

Kalt erwischt wurden die vielen Pessimisten, weil die Konjunkturzahlen in den USA und in weiten Teilen der Euro-Zone zuletzt deutlich besser ausgefallen sind als erwartet. „Der Markt weiß, dass Griechenland, Spanien und Italien eine hohe Arbeitslosigkeit haben. Aber neu und überraschend ist, dass sich die Situation in Deutschland schon wieder verbessert.“ Die Unternehmen liefern überwiegend gute Bilanzen. Der gefürchtete Gewinneinbruch bleibt aus.

Optimistisch stimmt Hochman die in den vergangenen sechs Wochen gewachsene Marktbreite. Damit ist gemeint, dass nicht nur einige Schwergewichte die großen Börsenindizes nach oben ziehen, sondern die große Mehrheit der Aktien zulegen kann – also vor allem kleinere Werte. Viele professionelle Marktteilnehmer schauen sich täglich das Verhältnis aus steigenden und fallenden Aktien an. Die Skepsis wächst, wenn nur wenige Unternehmen mit hohem Börsenwert die Indizes nach oben treiben. Das ist derzeit nicht der Fall.

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  • feine Sache - jetzt wollen die Investoren die kleinen Fische noch in den Markt treiben und dann die Gewinne mitnehmen... den letzten beißen die Hunde ;-)

  • Das ganze " Krisengelaber " hängt den großen Investoren doch zum Halse raus - will und kann niemand mehr hören. Es ist genug billiges Geld da, auf der Suche nach lukrativen Anlagemöglichkeiten im DAX.
    Wer immer noch im Krisenmodus ist, wird zu den großen Verlierern im Aktienjahr 2012 gehören bzw. gehört ja auch schon dazu !

  • Man investiert halt in sinkenden Märkte und nicht in steigende.

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