Chartgespräch
Börsen werden eine lange Baisse durchlaufen

Dass die Börsenkurse nach einer mehrwöchigen Korrektur wieder steigen werden, davon ist Jeff Hochman, Leiter der technischen Analyse bei Fidelty, überzeugt. Warum er die Börse dennoch langfristig in einem Baisse-Zyklus sieht.
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DÜSSELDORF. Wer auf Sicht einiger Wochen sinkende Aktienkurse prognostiziert, in den Folgemonaten aber wieder mit steigenden Börsen rechnet, gilt gemeinhin als Optimist. Jeff Hochman von der US-Fondsgesellschaft Fidelity argumentiert so. Dennoch wäre es falsch, ihn als „Bullen“ zu bezeichnen. Denn über seine mittelfristige Sicht türmt sich ein größeres Bild auf. Hochman schließt aus Zyklen der Vergangenheit auf die Zukunft. Noch auf Sicht der nächsten Jahre sieht er die Börse in einem Baisse-Zyklus.

Doch der Reihe nach: Weil sich die Börsen nach der ersten Korrektur im Juli zu schnell erholt hätten, sei eine Korrektur überfällig gewesen. Als technischer Analyst bei einer der weltweit größten Fondsgesellschaften orientiert Hochman sich am weltweit wichtigsten Börsenindex, dem S&P. Hier notieren die 500 größten US-Konzerne.

„Solange der S&P die Marke von 950 Punkten hält, droht keine große Gefahr.“ Demnach beträgt das Abwärtspotenzial gegenwärtig zehn Prozent. Angesichts eines vorangegangenen 60prozentigen Anstiegs ist das nicht viel. Große Bedeutung erhält die 950er-Marke durch die vorangegangene Korrektur im Juni.

Die US-Börsen spiegeln derzeit verunsicherte Anleger wider

Damals prallte der S&P wiederholt an dieser Hürde ab, ehe er sie schließlich doch nahm, ohne sie wieder zu unterschreiten. Gewöhnlich mutieren solche Widerstände dann zu soliden Unterstützungen, weil sich Anleger an diese gut sichtbaren Hürden gern erinnern – und orientieren.

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