Chartgespräch
Der Dax wird seinen Höchststand knacken

Der Dax ist seit März tief gefallen. Halb so wild, sagt Thomas Grüner von Grüner Fischer. Er glaube an eine baldige Kurserholung. Ein Blick auf die Aktienbewertungen offenbare viel Raum nach oben.
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DüsseldorfKnapp 1000 Punkte notiert der Dax derzeit tiefer als im März. Ein Grund zum Klagen? Für Thomas Grüner keineswegs. Er sieht den Dax mit Blick auf das laufende Jahr weiter steigen.

Wieso weiter steigen? Ist der Dax nicht gerade tief gefallen? „Wenn ich mir die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, einschließlich der Medien anschaue, dann können Anleger den Eindruck gewinnen, dass der Dax in diesem Jahr kräftig verloren hat. Doch das Gegenteil ist der Fall.“ Der Geschäftsführer der Grüner Fischer Investments in Rodenbach stützt sich auf die Stimmung seiner 1500 Kunden.

Fakt ist: Seit Jahresanfang steht der Dax sechseinhalb Prozent im Plus - trotz größerer Rezessionssorgen als noch zu Jahresanfang und größer gewordener Schuldenprobleme in vielen Euro-Ländern.

Richtig ist zwar, dass der Dax seit seinem Hoch im März bei 7194 Punkten gut 1000 Punkte verloren hat. „Doch damals im März waren Anleger viel zu sorglos, und die 8000 Punkte schienen nur noch eine Frage der Zeit zu sein.“

Jetzt erlebe der Markt nichts weiter als seine übliche Korrektur nach dem schnellen Anstieg. „Doch angesichts vieler Horrorszenarien und -ratschläge („Zerbricht unser Geld?“, „Der Euro fällt auseinander“, „Rettet unser Geld!“) hält sich der Dax doch mehr als gut.“

Daraus lässt sich folgern: Wer verkaufen will, hat solch eine Order längst erteilt. Neue schlechte Nachrichten schockieren kaum noch. Bleiben schlechte Nachrichten aus, steigt die Börse. Der Markt hat also mehr Potenzial nach oben als nach unten.

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In unsicheren Zeiten Geld in die Hand nehmen

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  • Mal ganz nüchtern betrachtet . So genannte Vermögensverwalter, Fonsmanager , Analysten
    und Börsenbriefschmierer leben doch vom Geld
    der Anleger . Mit Ihren Artikeln halten die
    ihre Melkkühe bei der Stange .

  • Herr Grüner ist in den Medien sehr präsent, weil er häufig gegensätzlich zum Mainstream argumentiert; dies ist natürlich für viele Publikationen etc. interessant. Das meßbare Ergebnis seines vermögensverwaltenden Fonds ( besser: vermögensvernichtendem F.)ist allerdings sehr ernüchternd:seit Auflegung am 1.10.1007: 28 % Verlust per 31.5.12 nach BVI !! Zum Vergleich: MSCI World: - 15%, DAX -21%,S&P 500 - 15% (jeweils für den Vergleichszeitraum).
    Fazit: Anspruch ud Wirklichkeit klaffen doch sehr weit auseinander.

  • Sehr riskant und einseitig. Ich waehle Aktien nach Stabilitaet ihrer Dividenden und Diversifizierungdas nach LaendernStabilitaet und Branchendas aus. ETF sind wiederum Konstrukte, die schlimstenfalls genauso wie Fondsanteile auf Nimmerwiedersehen weg sein koennen.

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