Chartgespräch
Euro auf dem Weg zum Allzeithoch

Allen Hiobsbotschaften zum Trotz steigt der Euro weiter. Nach Meinung eines Charttechnikers könnte er sogar einen neuen Angriff auf das Allzeithoch bei 1,60 Dollar starten.
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DüsseldorfGefühlte tausend Argumente sprechen im Moment gegen die Gemeinschaftswährung des Euro-Raums: Portugal schlüpft unter den Rettungsschirm und lässt damit die Schuldenkrise schon wieder aufflammen. Griechenland muss prozentual zweistellige Zinsen zahlen, um überhaupt noch an das Geld der Anleger zu kommen, die mit einer Umschuldung oder gar Pleite des hochverschuldeten Landes rechnen.

Mehr noch: Die US-Wirtschaft erholt sich rasant. Weit mehr Firmen als in Europa verdienen in der größten Volkswirtschaft so viel wie noch nie, und die Arbeitslosigkeit sank in den vergangenen Monaten so stark wie zuletzt Anfang der 80er-Jahre.

Nicht zu vergessen die Atomkatastrophe in Japan und die Volksaufstände in Nordafrika samt der Sorge um die Ölversorgung der Industriestaaten. Üblicherweise lassen globale Krisen solchen Ausmaßes die Investoren in die Weltleitwährung Dollar fliehen.

Doch was macht der Euro? Inmitten dieser Hiobsbotschaften steigt er von 1,28 auf 1,44 Dollar – um zwölf Prozent in nur drei Monaten.

„Als Analyst der Fundamentallehre käme ich nie auf die Idee, einen steigenden Euro zu prognostizieren – als Charttechniker aber sehr wohl“, sagt Wieland Staud von der gleichnamigen Research GmbH in Bad Homburg. Sehr wohl nimmt er die vielen Rahmenbedingungen für das große Währungspaar zur Kenntnis, dabei aber wohl wissend, dass der Chart seit Wochen ein ganz anderes und nicht minder klares Signal sendet: stramm aufwärts.

Trends setzen sich viel öfter fort, als dass sie brechen

Geradezu mustergültig nahm der Euro in den vergangenen Wochen eine Hürde nach der anderen, jedes Kurshoch und zwischenzeitliche Tief notierte über dem jeweils vorangegangenen. Der Euro signalisiert damit eine immer größere Anziehungskraft auf immer höheren Kursniveaus – also mehr Käufer als Verkäufer.

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  • Danke!

  • Der Blickwinkel ist entscheidend, nicht der Euro erstarkt, der Dollar stirbt.

    Der Schweizer Franken und die Schwedische Krone ist immer noch im gleichen xchange Bereich wie vor 3 Monaten.

    Muss ich noch mehr schreiben??

    Achja Pedro, wow sie sind mein Held



  • Der US Dollar ist nicht mehr zu retten. Für das Jahr 2011 sehe ich einen Kurs von 1,80. Danach bricht auch das Pfund zusammen.

    Gut, dass die Regierungen der Eurozone nichts auf das dumme Geschwätz ihrer Unterschicht geben, die zuviel Zeit hat und sich daher den ganzen Tag im Internet erblödet. Natürlich gibt es zahlreiche Globalisierungs- und Euro-Verlierer. In der Natur gibt es immer Gewinner und Verlierer. Aber die Euro-Gewinner sind nicht nur zahlreicher, sondern auch mächtiger und vor allem intelligenter.

    Wer seine Euros loshaben möchte, kann sie mir gerne auf mein spanisches Konto überweisen. Danke!

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