Chartgespräch mit Wieland Staud

„Der Dax steigt auf 8.000 Punkte“

Der Dax hat noch Potenzial, erklärt Wieland Staud. Der Charttechniker prognostiziert neue Jahreshochs - er sieht sogar Chancen für die 8.000-Punkte-Marke. Der Kurs darf aber nicht nicht unter eine gewisse Marke fallen.
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Die Botschaft von Chartexperte Wieland Staud: Der Dax wird 8.000 Punkte erreichen - mit guten Chancen noch in diesem Jahr. Quelle: AFP

Die Botschaft von Chartexperte Wieland Staud: Der Dax wird 8.000 Punkte erreichen - mit guten Chancen noch in diesem Jahr.

(Foto: AFP)

DüsseldorfDax 8.000 zum ersten, zum zweiten - und immer von Neuem. Seit Oktober nun schon trommelt Chartexperte Wieland Staud für dasselbe Kursziel. Seine Botschaft lautet: Erstens, der Dax wird auf neue Jahreshochs steigen. Zweitens, er wird 8.000 Punkte erreichen - mit guten Chancen noch in diesem Jahr.

So viel Optimismus versprüht Staud aktuell - genauso viel Zuversicht verbreitete er auch schon im vergangenen Herbst. Damals notierte der Dax unter der 6000-Punkte-Marke und damit mehr als 25 Prozent vom ambitionierten Ziel entfernt.

Vorweg: Als Chef der gleichnamigen Staud GmbH ist der bankenunabhängige Experte unverdächtig, Anleger vor allem deshalb in Aktien treiben zu wollen, um selbst mehr Geld zu verdienen. Sein Einkommen speist sich aus Analysen, die Anleger vor allem dann kaufen, wenn sie möglichst oft aufgehen. Das können gute Perspektiven wie negative sein.

Stauds Optimismus speist sich aus der Dynamik der monatelangen Aufwärtsbewegung und den Verlusten bei zwischenzeitlichen Rücksetzern. Zuletzt erlebte der Dax zu Beginn der vergangenen Woche solch einen Rücksetzer. Tags darauf folgte, wie bei fast allen Rückschlägen, schon wieder die Erholung, ehe der Dax am nächstfolgenden Tag richtig durchstartete. Die Verluste waren wettgemacht.

„Auffällig ist das hohe Maß an Pessimismus, sobald es abwärts geht“, sagt der Experte. Fällt der Dax nur einen Tag, dann rücken bei vielen Anlegern die Schuldenkrise, die mögliche Ansteckungsgefahr bislang noch resistenter Länder (zuletzt die Niederlande) bis hin zu Sorgen vor einem weltweiten Konjunktureinbruch in den Vordergrund. Hingegen steige der Optimismus an den nachfolgenden Erholungstagen nur geringfügig. „Stets heißt es, die Erholung stehe auf sehr wackligem Fundament und sei angesichts der Schuldenkrise brüchig.“

Chartexperte Wieland Staud. von der Staudt GmbH.deutsche bank privatkunden Quelle: Pressefoto

Chartexperte Wieland Staud. von der Staudt GmbH.deutsche bank privatkunden

(Foto: Pressefoto)

Doch genau aus solch einer „Mauer der Sorgen“ (wall of worries) speise sich eine Hausse, sagt Staud. Denn die wenigen Optimisten sind bereits in Aktien investiert - die vielen Skeptiker aber noch nicht oder nur unzureichend. Das heißt: Vielen potenziellen Käufern stehen wenig potenzielle Verkäufer gegenüber. „Das ist ein solides Fundament für steigende Kurse.“

„Demut und Disziplin“
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9 Kommentare zu "Chartgespräch mit Wieland Staud: „Der Dax steigt auf 8.000 Punkte“"

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  • Staudt erzählt doch immer das Gleiche,der hat den Nemax 50 im März 2000 schon bei über 12000 gesehen zum Jahresende(2000) und was ist daraus geworden...?

  • DAX 6670, 03.05.2012

    Kauf DAX Long: BP 2 UL 9 . Risiko 2% vom Gesamtdepot.
    Wenn Herr Staud das sagt muß man das riskieren.
    Habe immer seine Kommentare auf DAF-TV verfolgt.

  • Wahrsager ja???
    Naja Warten wirs ab. Wenn die Leute net mehr Kohle bekommen wirds eher weniger mit den 8000 Punkten ;-)
    Ich fordere Mindestlohn: Ungelernt 10€, Geselle 20€, Meister 40€, Studium 50€/Std und dann mal sehen was die Wirtschaft so daraus macht ;-)

  • Das erinnert mich an diese Überschrift einer Werbung vor 4-5 Jahren: Warum der Dow-Jones in 5 Jahren bei 20.000 steht.
    Da muss der aber bis Jahresende noch ordenlich Gas geben.

  • Ach was, völlig falsch! Dax 8.000 ist nur eine der Stufen vor DAX 10.000 und der liegt zwar noch nicht ganz nah aber auch nicht mehr so fern. Warten wir halt noch ein bisschen weiter bis selbst der Durchschnitts-Ami den US$ gegen werthaltigere Währungen tauschen wird. Wie einst ein Ur-Amerikaner sagte: "Geld kann man nicht essen". Und mit Geld, dass fast weniger als Nichts wert ist, kann man bald auch nichts mehr global einkaufen. Ob die Amerikaner das als Kriegserklärung werten würden, wenn man die vielen angehäuften amerikanischen Staatsanleihen langsam auf den Markt werfen würde?

    Das Hauptproblem der Amerikaner ist, dass sie zuviel Energie in Destruktoren investiert haben und zuwenig in Konstruktoren. Destruktoren erzeugen keine bleibenden Werte!

  • Tritt das Ereignis Dax-8000 ein - wunderbar! Denn der Herr Staud wird dann zum Guru.
    Tritt das Ereignis Dax-8000 nicht ein - na und? Es war doch nicht das Geld des Herrn Staud.

  • Man of The Year !!

  • Dazu muß ich sofort einen Kommentar .......

    Nein, doch nicht !!!

  • Lesen Sie morgen im Handelsblatt: Dax 8.000 - was Wahrsager, Kartenleger, Handleser & professionelle Spiritualitätsberater über den Aktienmarkt wissen.

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