Charttechnik
Dax hält den Aufwärtstrend

Die vergangene Handelswoche hat auf der Aktienseite wenig Beeindruckendes gebracht. Unter dem Strich hat damit die Gesamtausrichtung der Indizes weiter Bestand: Die Konsolidierungszonen, welche in jüngster Zeit die Kursverläufe der Mehrzahl der relevanten Aktienindizes im Tageschart dominieren bestehen unverändert.

HAMBURG. Besonders deutlich ausgebildet sind diese Staubereiche in den US-Technologieindizes Nasdaq-100 und Nasdaq Composite, aber auch im Deutschen Aktienindex (Dax), im italienischen MIB-30, sowie dem britischen FTSE 100.

Schaut man sich den Wochenchart des Dax an, so fällt auf, dass der Aufwärtstrend des deutschen Leitindex uneingeschränkte Gültigkeit hat. Widerstände, die einem weiteren Anstieg im Wege stehen, lasse sich nicht herleiten. Mittelfristig betrachtet rechtfertigt dies eine unvermindert optimistische Erwartungshaltung, die von Seiten der ebenfalls stabilen Kursentwicklungen der meisten anderen Indizes zusätzliche Unterstützung erhält. Für Anleger ergibt sich hieraus die praktische Konsequenz, dass sie an bestehenden Long-Positionen festhalten sollten.

Kurzfristig sieht die Lage im Dax etwas anders. Im Tageschart liegt unser Augenmerk unverändert auf der sich ausbildenden Konsolidierungszone auf hohem Niveau, welche aktuell den Abschluss des jüngsten, seit Anfang November gültigen Aufwärtstrends darstellt. Dieser Aufwärtstrend auf Tagesbasis kann inzwischen nicht mehr eindeutig definiert werden. Unter rein charttechnischen Beurteilungskriterien ist der Trend bereits hinfällig, da die untere Trendbegrenzungslinie, welche bereits Anfang Dezember angepasst werden musste, am Mittwoch erneut unterschritten wurde - und der Bruch am Folgetag bestätigt wurde.

Aus dieser Situation ergibt sich unter markttechnischen Gesichtspunkten die Gefahr eines Richtungswechsel.

Die Begrenzungen der aktuellen Konsolidierungszone sind weiterhin gültig in den Bereichen um 5 309 bis 5 331 Punkten auf der Oberseite - wobei der untern Bereichsgrenze von 5 309 die analytisch höhere Bedeutung zukommt - und 5 222 Punkten auf der Unterseite. Innerhalb dieser Chartmarken liegt uns ein Trading-Markt ohne klarer Impulsrichtung vor, an dem vor allem Day-Trader Gefallen finden dürften.

Ausgehend von der klassischen Dow-Theorie, die einen unbeschadeten und uneingeschränkt gültigen Aufwärtstrend im Chart des Dax anzeigt, bleiben wir vorerst jedoch optimistisch. Zuversichtlich stimmt uns hierbei insbesondere der praktische Mangel an klassischen Verkaufssignalen, was ein Festhalten an Long-Beständen noch immer rechtfertigt und höhere Kurse zum Jahresende hin erwarten lässt.

Der Autor ist Geschäftsführer der Wertpapierhandelsbank Wagner & Lang.

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