Charttechnik
Tag der Entscheidung für den Dax

Wie geht es weiter mit dem Dax? Aus Sicht von technischen Analysten stehen entscheidende Stunden bevor. Sollte der Index heute unter die Marke von 5 900 Zählern fallen, ist mit einem weiteren Kursrutsch zu rechnen. Zweifel an der Genauigkeit ihrer Prognosen haben die Analysten nicht.

HB FRANKFURT. Der Dax kämpft am Dienstag um die Marke von 6 000 Punkten. Aus Sicht von technischen Analysten ist dies eine entscheidende Phase.

Wenn der Index die Attacke nach unten abwehren könne, zeichne sich ein "Sell Off" ab und Anleger könnten sich auf eine deutliche Erholung einstellen, sagt der technische Analyst Marcel Mußler. Sollte allerdings die Marke von 5 900 Zählern fallen, sei mit einem weiteren Rutsch auf 5 234 Punkte zu rechnen.

Zweifel an der Genauigkeit ihrer Prognosen haben die technischen Analysten nicht. Kurzfristig seien aufgrund der wechselnden Nachrichtenlage zwar unvorhersehbare Bewegungen möglich, längerfristige Analysen funktionierten aber ungestört - selbst wenn sie einen Fall des Dax in Richtung ankündigen.

Martin Siegert von der Landesbank Baden-Württemberg sieht den Dax im Bereich von 5 800 Punkten. Leistungseinbußen der Analysemethode "Technik" stellt er jedoch nicht fest. "Die aktuelle Lage beschreiben kann Technik immer", so der Analyst. Nur "Pleiten" könnten natürlich nicht vorausgesehen werden. Schwierigkeiten habe die Technik in solchen Zeiten beim Bestimmen von exakten Kurszielen. Die Branchenauswahl und das Erkennen klarer Trends verliefen allerdings problemlos.

Auch aus der Zyklustechnik liest Siegert aktuelle Informationen. So liege um den 12. bis 15. September ein Zyklustief, das bei rund 5 850 Punkten erreicht sein dürfte. Gleichzeitig bildeten die Indikatoren erste positive Divergenzen. Konservativen Anlegern rät Siegert daher, nach einem Reversal-Tag erste Positionen mit engen Stops aufzubauen

.

Auch Christoph Schmidt von N.M. Fleischhacker hegt keine Zweifel an der prinzipiellen Leistungsfähigkeit der Technischen Analysten. "Nur kurzfristig macht sie in so einem Umfeld keinen Sinn", sagt der Analyst. Besonders das Unterschreiten wichtiger Marken, wie der 6 000er beim Dax, übe psychologischen Druck auf die Börse aus, der zu unkalkulierbaren Überreaktionen führen könne. Hier sollten keine kurzfristigen Kurszielprognosen versucht werden. Längerfristige Analysten seien aber weiter gültig, sagt Schmidt: "Schließlich spiegelt der längerfristige Chart die Summe aller Chancen und Risiken, die wir an der Börse haben". Kurzfristige Überreaktionen würden sich zum Beispiel im Wochen-Chart ausgleichen. Alle Bewegungen, Trends und Umkehrformationen würden sich daher dort zeigen.

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