Charttechniker warnt
Der Kupferpreis gibt den Weg vor - nach unten

Wie geht es mit dem Dax weiter? Ganz einfach, schauen Sie auf den Kupferpreis! Das sagt Manfred Hübner, Charttechniker vom Researchinstitut Sentix. Die Aussichten sind allerdings nicht besonders ermutigend.
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DüsseldorfWer heute die Zukunft kennt, wird an der Börse rasch reich. Technische Analysten versuchen, Kursverläufe aus der Vergangenheit zu deuten, um so Rückschlüsse auf die Zukunft zu ziehen. Scheitert etwa der Dax mehrfach an derselben Hürde, wie zuletzt an dem Bereich zwischen 7 500 und 7 600 Punkten, dann spricht viel dafür, dass die Kurse erst einmal fallen. Eben weil viele Anleger sich entnervt zurückziehen – und erst dadurch die Schwäche auslösen.

Ein weiteres probates Mittel, Kursverläufe für den Dax vorherzusagen, ist der Blick auf andere Indizes, die dem Dax üblicherweise vorauslaufen. Dafür geeignet scheint der Chart des Kupferpreises – dargestellt im Endlos-Future-Kontrakt auf das Metall.

Kupfer ist in jedem Elektrokabel enthalten und zählt in der Industrie zu den meistverwendeten Metallen. Im Aufschwung ist die Nachfrage groß, im Abschwung gering. Unternehmen, die heute Kupfer kaufen, rechnen damit, dass sie es künftig brauchen oder teurer weiterverkaufen können. Deshalb genießt der Kupferpreis Vorlaufcharakter für die gesamte Konjunktur – und damit auch für die Börse.

Anfang März erreichte der Kupferpreis sein höchstes Niveau bei 455 US-Cents je Pfund. Nach der Atomkatastrophe in Japan fiel der Preis rapide. Anders als die Aktienmärkte hat sich die Notierung zwischenzeitlich kaum erholt. „Der steile Aufwärtstrend seit 2009 ist gebrochen. Jetzt rückt die wichtige Marke bei 385 Cents ins Visier“, sagt der technische Analyst Manfred Hübner vom Frankfurter Researchinstitut Sentix. Seit langem beobachtet Hübner den Vorlaufcharakter des Kupferpreises.

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