Charttechnischer Widerstand bei 12 000 Punkten
Aufwärtstrend des Nikkeis ist intakt

Seit Beginn der 90er-Jahre bereitete der japanische Aktienmarkt den Anlegern wenig Freude, in der Spitze büßte der Nikkei vier Fünftel an Wert ein. Vor zwei Jahren aber kehrte sich der Trend um. Vom Tiefpunkt aus betrachtet, legte das Börsenbarometer mehr als 50 Prozent zu.

DARMSTADT. Bisher versperrte ein charttechnischer Widerstand bei 12 000 Zählern den Weg nach oben, doch jetzt ist ein mittelfristiges Kaufsignal zum Greifen nahe gerückt.

Rückblick: Nach einem Hoch bei rund 39 000 Zählern Ende 1989 stürzte der japanische Leitindex jäh in die Tiefe. Binnen weniger als drei Jahren verlor der Nikkei fast zwei Drittel an Wert. Über viele Jahre dominierte dann eine Seitwärtsbewegung das Geschehen, die Notierung bewegte sich meist innerhalb der Spanne zwischen 15 000 und 22 000 Punkten. Im Frühjahr 2003 notierte der Nikkei dann aber nur noch bei rund 8 000 Zählern. Seitdem aber klettern die Kurse im Land der aufgehenden Sonne nach oben, der seit 2000 bestehende Abwärtstrend ist längst umgekehrt.

Als unüberwindbare Hürde erwies sich bisher allerdings der Widerstandsbereich um 12 000 Zähler. Seit dem letzten Jahr scheiterte der Nikkei mehrfach an diesem Widerstand, Korrekturen mit einem Umfang von mehr als zehn Prozent blieben den Anlegern glücklicherweise aber erspart. Die Gefahr eines Rückschlags scheint bis auf die Marke von knapp 11 000 Punkten begrenzt zu sein. Für Anleger, die bereits eingestiegen sind, sind die Verlustrisiken daher eher gering. Kritisch wird die Lage erst unterhalb von 10 500 Zählern, wobei charttechnisch ein solch kräftiger Rückgang derzeit eher unwahrscheinlich ist.

Vielmehr sollten der seit 2003 bestehende Aufwärtstrend in Verbindung mit der leicht aufwärts geneigten Trendlinie, die an der Kursentwicklung seit Beginn letzten Jahres anliegt, dem Nikkei zu weiterem Auftrieb verhelfen. In jüngster Zeit tastete sich die Notierung erneut in den Bereich um 12 000 Punkte vor.

Gelingt es dem Index, diesen massiven Widerstand nach oben zu durchbrechen, liegt ein mittelfristiges Kaufsignal vor. Dann besteht Potenzial bis zum nächsten Widerstand bei rund 14 500 Zählern.

Hans Schulz-Dieter ist Experte für technische Analyse und Mitherausgeber der Hoppenstedt-Charts, Oliver Schultze sein Mitarbeiter.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%