Dax-Konstellation: Charttechnik gibt unklare Signale für den Dax

Dax-Konstellation
Charttechnik gibt unklare Signale für den Dax

Der Dax befindet sich in einer interessanten Konstellation: Gelingt ihm der Sprung über das Widerstandsband zwischen 8 063 und 8 151 Punkten, ist der Weg nach oben frei. Scheitert er, besteht - aufgrund der mittelfristig nachlassenden Schwungkraft - ein grundsätzliches Impulswechselrisiko. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen.

HAMBURG. Im Jahr 2007 hat es eine Konsolidierungsformation innerhalb des seit 2003 intakten primären Aufwärtstrends gegeben. Bereits in der ersten Jahreshälfte markierte der Kursverlauf des Deutschen Aktienindex (Dax) sein bisheriges Allzeithoch bei 8 151 Punkten, bevor eine seitwärts ausgerichtete Konsolidierung mit gleich bleibender Widerstandsbegrenzung zwischen 8 063 und 8 151 Punkten einsetzte. Aus markttechnischer Sicht flachte sich die Aufwärtstendenz ab. Die Kombination von trendfolgenden Indikatoren wechselte von long auf neutral. Der bis dahin noch weitgehend intakte Aufwärtstrend im Dax wird nicht mehr bestätigt.

Klassifizieren wir das vorliegende Kursmuster im Wochenchart, so können wir dieses einem steigenden Dreieck zuordnen, eine grundsätzlich positive komplexe Kursformation. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass wir eine solche positive Klassifizierung nicht mit Eintrittswahrscheinlichkeit und Bestandszuverlässigkeit belegen können. Steigende Dreiecke gelten nur auf Grund von Erfahrungswerten als positive Kursformationen.

Die Markttechnik des Wochenkursverlaufes schränkt das charttechnisch noch positive Bild etwas ein. Die Schwungkraft flachte sich auf Wochenbasis ab und die allgemeine Bewegungsdynamik kippte weg. Diese beiden Komponenten dienen der Beurteilung der Trendstabilität. Diese Trendstabilität ist damit rückläufig ist, was im Gegenzug das Risiko eines Impulswechsels erhöht.

Aus Sicht der Formationslehre befindet sich der Dax aktuell in einer sehr interessanten Konstellation: Eine Regel besagt, dass ein kraftvoller Ausbruch, sofern dieser eine hohe Erfolgschance haben soll, im zweiten Drittel der Dreiecksformation erfolgen müsste. Dies wäre praktisch jetzt der Fall. Der Dax liegt zudem nahe der oberen Dreiecksbegrenzung. Gelänge jetzt tatsächlich der Sprung über diese Hürde, wäre aus analytischer Sicht der Weg nach oben frei. Scheitert der Dax erneut an dem Widerstandsband zwischen 8 063 und 8 151 Punkten, erhöht sich, einhergehend mit der mittelfristig nachlassenden Schwungkraft und Bewegungsdynamik, ein grundsätzliches Impulswechselrisiko.

In der Konsequenz liegt demnach unser strategisches Augenmerk auf der oberen Begrenzung der vorliegenden Kursformation. Die Rahmenbedingungen in den anderen Märkten sind vergleichbar. Grundsätzlich lässt sich daher verhalten optimistisch ins Jahr 2008 blicken. Anleger sollten aber Bedenken, dass der Teufel wie immer im Detail steckt. Die Entscheidungen sind noch nicht gefallen.

Der Autor ist technischer Analyst bei Alster Kontor Wagner GmbH

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