Dax-Prognose
„8000 Punkte noch in diesem Jahr realistisch“

Trotz aller Krisen: Der Dax liegt auch heute im Plus. Und die Rally könnte weitergehen, wenn es nach Jörg Scherer von HSBC Trinkuaus. Warum der Dax noch in diesem Jahr die 8.000 Punkte-Marke durchbrechen kann.
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Düsseldorf Die Börse schwächelt, die Kursschwankungen nehmen zu, und die Nervosität steigt. So beurteilt der Skeptiker die vergangenen zwei Wochen an den Finanzmärkten.

Die Aktien halten sich angesichts der äußeren Belastungen erstaunlich gut. So spricht der Optimist - und auch der Realist, wie es Jörg Scherer vom Investmenthaus HSBC Trinkaus & Burkhardt für sich in Anspruch nimmt.

Bis auf 7 442 Punkte war der Dax im Februar gestiegen. 103 Prozent hatte er damit seit seinem Tief im Frühjahr 2009 zugelegt. Analysten, Händler und Anleger waren sich einig: So kann es nicht weitergehen. Der Markt braucht dringend eine Verschnaufpause. Und die sollte er bekommen. Die Unruhen in Nordafrika und die rasant steigenden Ölpreise lieferten die Vorlage für fallende Kurse. Jüngst verschreckte die Europäische Zentralbank viele Anleger mit den Worten, dass höhere Leitzinsen schon bei der nächsten Sitzung im April möglich seien. Höhere Zinsen machen alternative Anlagen wie Anleihen attraktiv und verteuern die Investitionskosten für die Unternehmen und Verbraucher. Das geht zulasten der Firmengewinne und damit der Aktien.

"Es gibt genügend Gründe für fallende Kurse. Doch Aktien präsentieren sich erstaunlich krisenfest", sagt Scherer. Rauschen die Kurse einen Tag in den Keller, erholen sie sich genauso schnell auch wieder. Zum Wochenende notierte der Dax ganze drei Prozent unter seinem Dreijahres-Hoch - trotz der offensichtlich bevorstehenden Zinswende. "Solch eine starke Resistenz gegenüber negativen Nachrichten zeigt, in welch guter Grundverfassung sich der Markt präsentiert", argumentiert der Analyst.

Immer wieder argwöhnten Experten in den vergangenen Monaten, dass die geradezu euphorische Anlegerstimmung in den USA ein negativer Vorbote für einen Trendwechsel sei. Dahinter steht die Überlegung, dass optimistisch gestimmte Anleger Aktien bereits gekauft haben und deshalb nur noch als Verkäufer in Frage kommen.

Die Euphorie ist verflogen

Doch nach Ausbruch der Unruhen in Nordafrika und den rasant steigenden Ölpreisen ist von der euphorischen Stimmung nicht mehr viel geblieben.

Nach unten sieht Scherer den Markt gut unterstützt, solange der Dax die Zone zwischen 7 000 und 7 200 Punkten hält. "Fällt der Dax darunter, wird die Luft dünner." In dem Fall müssten sich Anleger auf deutlich tiefere Kurse einstellen. Doch Scherer rechnet nicht mit diesem Szenario. Vielmehr sieht er angesichts der robusten Grundverfassung den Weg nach oben frei, sobald der Dax über sein Jahreshoch steigt. "Ein Angriff der alten Hochs bei knapp über 8000 Punkten ist noch in diesem Jahr sehr realistisch."

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  • Solange sie ähnlich blöde sind, wie der Journalist, der es geschafft hat in ein Statement gleich mehrere Fehler zu basteln und den "Artikel" damit auf Sextaner-Niveau zu ziehen...

    Ich argumentiere gegenüber meinem Sohn gerade, das eine korrekte Rechtschreibung etc. wichtig ist, da sagt er mir, dass das doch niemand mehr so macht, nicht einmal mehr in der Zeitung...
    Wo hat er gesessen, als er mir das sagte? Vor dem PC. Was hat er gelesen? Diesen Artikel.
    Herzlichen Glückwunsch an den Autor, er schreibt schlechter als mein 12jähriger Sohn und hat mir in dieser Hinsicht das argumentieren schwerer gemacht.
    Das schlimmste ist wohl, das ich diesen Unsinn nicht einmal mit Bild-Niveau abtun kann, dummerweise ist es gerade nicht die Bild..

  • Wenn die ganzen Kleinanleger wieder blöd genug sind, sind 8000 Punkte durchaus machbar. Die letzten beißen die Hunde!

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