Dow-Jones-Index könnte Unterstützungsmarke von 9 600 Punkten testen
Den US-Aktienmärkten droht ein stürmischer Herbst

An den Märkten kündigt sich nach der im Frühjahr und Sommer beeindruckend starken Entwicklung ein Trendwechsel an, der die Grundtendenz zumindest für die nächsten Wochen maßgeblich beeinflussen dürfte. Besonders deutlich wird dies beim Blick nach Übersee.

BAD HOMBURG. Nicht nur in der Natur muss man sich auf eine in den nächsten Wochen und Monaten rauere Gangart einstellen. Auch an den Märkten kündigt sich nach der im Frühjahr und Sommer beeindruckend starken Entwicklung ein Trendwechsel an, der die Grundtendenz zumindest für die nächsten Wochen maßgeblich beeinflussen dürfte. Besonders deutlich wird dies beim Blick nach Übersee. Dass die Indizes dort schon seit geraumer Zeit deutlich hinter der Performance beispielsweise der europäischen Märkte oder auch Japans zurückbleiben, ist nicht neu. Mit dem Bruch der mittelfristigen, derzeit bei etwa 10 280 Punkten verlaufenden Aufwärtstrends aber hat sich die bei Dow & Co. ohnehin labile Verfassung weiter eingetrübt. Rein technisch kommt dies einem Verkaufssignal gleich, das weiteres Korrekturpotential eröffnet. Und wenngleich es auch in einer solchen Phase zu zwischengeschalteten, mitunter auch signifikanten Erholungsversuchen kommen wird, sieht es um das Chance-Risiko-Verhältnis in den vor uns liegenden Wochen ziemlich bescheiden aus.

Untermauert wird diese durch eine auf Tagesbasis negative Indikatorenkonstellation, die zunehmend auch auf Wochenebene zu beobachten ist. Aber auch beim Blick auf die im Index gelisteten Einzeltitel eröffnet sich ein ziemlich durchwachsenes Bild, was eine baldige Wende zum Besseren nur schwer vorstellbar macht.

Vor diesem Hintergrund gilt das Hauptaugenmerk den nächsten Unterstützungen. Ausgenommen der vorwiegend psychologisch geprägten 10 000-Punkte-Marke lassen sich solche beim Dow erst wieder in Bereichen von 9 800 beziehungsweise knapp 9 600 Zählern finden.

Angesichts der aktuellen analytischen Gemengelage ist ein Test dieser Levels in absehbarer Zeit keineswegs auszuschließen. Von einem solchen Szenario dürften selbst mit relativer Stärke glänzende Indizes wie der Dax oder der Nikkei nicht gänzlich unberührt bleiben, wenngleich sich diese mittel- und langfristig betrachtet in einer um Längen besseren Verfassung zeigen und die Pfeile hier weiter aufwärts gerichtet bleiben. Solange sich Deutschlands Börsenbarometer oberhalb der Marken von 4 720 und 4 625 Punkten zu behaupten schafft, wovon wir ausgehen, bleibt das Zwölf-Monats-Ziel von 6 230 Zählern intakt. Klar ist aber auch, dass in jedem anderen Fall zweifelsohne düstere Zeiten anbrechen würden.

Der Autor ist technischer Analyst bei der Staud Research GmbH in Bad Homburg.

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