Edelmetall
Goldpreis kratzt an Allzeithoch

Gold führt ein Eigenleben, das von anderen, auf breiter Front bröckelnden Anlageklassen weitgehend unberührt bleibt. Denn gegenüber vielen anderen Rohstoffen bewegt sich der Goldpreis unweit der historischen Hochs von rund 1 000 Dollar. Die Chartechnik signalisiert, dass es noch weiter nach oben gehen könnte.

BAD HOMBURG. Gold führt ein Eigenleben, das von anderen, auf breiter Front bröckelnden Anlageklassen weitgehend unberührt bleibt. Denn gegenüber vielen anderen Rohstoffen, mehr noch den in letzter Zeit arg gebeutelten Aktienmärkten, bewegt sich der Goldpreis unweit der historischen Hochs von rund 1 000 Dollar.

Ein entscheidender Grund für diese Stärke dürfte sein seit jeher guter Ruf als sicherer Hafen sein - zumindest bei fundamentaler Betrachtung. Technisch ist es die konsequente Fortsetzung des beeindruckenden Aufwärtstrends, der in durchwachsenen Zeiten wie diesen jedes Analystenherz höher schlagen lässt. Ihren Ursprung nahm die Story zur Jahrtausendwende; seitdem hat sich der Preis nahezu vervierfacht. Ein Ende dieser furiosen Bewegung ist auch auf den gegenwärtigen Niveaus nicht in Sicht.

Unterbrochen durch kleine, den etablierten Haussetrend bestätigende Verschnaufpausen darf auch künftig mit weiter anziehenden Kursen gerechnet werden. Die analytisch letzte Orientierungsmarke auf dem weiteren Weg nach oben stellen die um rund 1 010 Dollar vor knapp einem Jahr markierten Allzeithochs dar. Wegen ihres ausgeprägten Widerstandscharakters ist dort mit einer nochmaligen, technisch nicht ungewöhnlichen Konsolidierungspause zu rechnen. Lange werden sich die auf breiter Front dominierenden Bullen auf ihrem weiteren Weg aber auch von dieser Marke nicht beeindrucken lassen. Die analytisch entscheidende Frage im Hinblick auf einen Vorstoß in bislang unbekanntes Terrain ist nicht das "ob", sondern vielmehr das "wann".

Wie weit die Party noch gehen wird. lässt sich mangels technischer Orientierungsmarken allerdings kaum mehr exakt bestimmen. Ein zehnprozentiger Preisaufschlag - bezogen auf die bisherigen Höchstkurse - sollte im Laufe der kommenden sechs bis neun Monate aber allemal drin sein, was Unzenpreisen jenseits von 1 100 Dollar entspräche. Für alle anderen Eventualitäten ist der Kurs angesichts der soliden, bei 930 sowie 850 Dollar erkennbaren Unterstützungslinien sehr gut abgesichert. Erst ein nachhaltiger Bruch der letztgenannten Marke würde den Fahrplan umwerfen und eine größere Konsolidierung wahrscheinlich werden lassen. Allerdings dürften die Bären darauf wie schon in den vergangenen Jahren vergeblich warten.

Der Autor Marcus Metz ist technischer Analyst bei Staud-Research.

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