Einstiegsmöglichkeiten
Goldpreis nimmt Anlauf auf Allzeithoch

Trotz großer Auswahl haben es Investoren im gegenwärtigen Marktumfeld bei der Suche nach interessanten Einstiegsmöglichkeiten nicht leicht. Bröckelnde Aktienmärkte und ein von Inflationssorgen belasteter Rentenmarkt verunsichern die Anleger: Ein Blick auf die Entwicklung des Goldpreises könnte sich lohnen.

BAD HOMBURG. Seit der in den Jahren 1999 bis 2001 vollzogenen Bodenbildung - damals notierte der Preis bei rund 250 Dollar je Feinunze - kam es zur Ausbildung eines in Sachen Dynamik und Kontinuität nur selten zu beobachtenden Haussetrends. Begleitet von temporären und meist volatilen Konsolidierungsphasen, die für Rohstoffmärkte nicht ungewöhnlich sind, hat sich der Preis inzwischen weit mehr als verdreifacht. Von entscheidender Bedeutung war in diesem Zusammenhang der zum Jahreswechsel gelungene Sprung über die Ende 1979 bei 850 Dollar markierten Hochs, was technisch einem weiterführenden, mittelfristigen Kaufsignal gleichzusetzen ist.

Im Zuge der jüngsten Konsolidierung kam es nochmals zu einem analytisch nicht ungewöhnlichen Backtest dieser einstigen Ausbruchsmarke von 850 Dollar, die nunmehr eine massive Unterstützung darstellt. Mittlerweile hat sich die Unze wieder deutlich von dieser Marke lösen und nach oben hin absetzen können. Gelingt jetzt noch die nachhaltige Rückkehr über die kurzfristige Hürde im Bereich von 930 Dollar - die Aussichten dafür sind gut - steht einer unmittelbaren Fortsetzung des mittel- und langfristig intakten Aufwärtstrends kaum mehr etwas im Wege.

Den in diesem Fall nächsten Anlaufpunkt stellen die bei gut 1 000 Dollar gelegenen, im März markierten Allzeithochs dar. Unabhängig von einer dort nochmals einzuplanenden Verschnaufpause darf mit Blick auf sechs bis neun Monate mit Kursen deutlich darüber gerechnet werden. Eine exakte Zielbestimmung ist im dann technischen Niemandsland allerdings nicht leicht. Ein zehnprozentiger Aufschlag auf diese Hochs sollte aber allemal drin sein. Für jeden anderen Fall ist der Kurs dank der ausgeprägten, im Bereich 865 und 850 Dollar gelagerten Unterstützungen solide abgesichert.

Erst ein nachhaltiger, per heute nicht zu erwartender Bruch dieser Marken würde das vielversprechende Bild trüben und die Gefahr einer Konsolidierungsphase deutlich ansteigen lassen.

Der Autor ist technischer Analyst bei Staud-Research.

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