Index hat Potenzial bis 3 870 Punkte
Euro-Stoxx-50 nimmt Widerstand ins Visier

Der Leitindex für die Aktienmärkte der Euro-Zone, der Euro-Stoxx 50, befindet sich seit März 2003 - ausgehend von einem Kursniveau um 1 847 Punkte - in einer Hausse-Bewegung. Die Seitwärtsbewegung bestätigt aus Sicht der Charttechnik den Aufwärtstrend.

FRANKFURT/M. Im Rahmen dieses Anstiegs hat sich nach der Korrekturbewegung im ersten Halbjahr 2004 - eine typische mittelfristige technische Flaggenbewegung, die dem Index einen Kursrückgang von 2 965 auf 2 560 bescherte - ein idealtypischer Hausse-Trend herausgebildet.

Dieser Trend, der jetzt bereits seit 15 Monaten besteht, wird durch eine Aufwärtstrendlinie begrenzt, die aktuell bei ca. 3 200 Punkten liegt. Dieser Aufwärtstrend unterlag bisher einem Wechselspiel von mittelfristigen Aufwärtsbewegungen, mittelfristigen Konsolidierungen und neuen Kaufsignalen. Von Ende April bis Ende September kam es innerhalb eines mittelfristigen Aufwärtstrends zu einer deutlich Beschleunigung, die zu einem Anstieg von 2 560 auf 3 483 Punkte führte.

Anfang Oktober lief der Euro-Stoxx 50 dann - begleitet von einem Verkaufssignal - in eine Seitwärts-Trading-Range hinein. Diese wird einerseits durch die mittelfristige Unterstützung im Bereich von 3 200 Punkten - dort liegt aktuell auch die steigende 200-Tageslinie - begrenzt. Auf der anderen Seite hat sich eine gestaffelte Widerstandszone von 3 420 bis 3 464 Punkten herausgebildet. Diese Seitwärtsspanne hat solange einen trendbestätigenden Charakter nach oben, wie der Index das Kursniveau um 3 200 verteidigt. Die Aussichten sind gut: Durch den kurzfristigen Aufwärtstrend der vergangenen Woche ist der Index bis in die Nähe der oben erwähnten Widerstandszone gelaufen. Zwar sollte der Euro-Stoxx zunächst noch in der mittelfristigen Spanne stecken bleiben, zumindest aber ist ein Ausbruch aus der Trading-Range näher gerückt. Ein neuer mittelfristiger Aufwärtstrend sollte ein technisches Kurspotenzial bis an die massive Widerstandszone bei 3 740 bis 3 870 Punkten eröffnen.

Der Autor ist technischer Analyst bei Commerzbank Corporates & Markets.

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