Indikatoren sprechen für Konsolidierung im September
Charttechniker rechnen mit fallenden US-Kursen

Im September fallen am US-Aktienmarkt in der Regel die Kurse, haben Charttechniker festgestellt. Auch in diesem Jahr werden die amerikanischen Aktien dem Muster folgen, prognostizieren die technischen Analysten.

Bloomberg NEW YORK. Einige Indikatoren signalisieren bereits, dass der Standard&Poor?s-500-Index für einen Rückgang anfälliger geworden ist, erläutern die Experten. Dazu gehört beispielsweise, dass die Anzahl der Aktien, die auf ein Jahreshoch geklettert sind, rückläufig ist.

"Von Momentum-Indikatoren und kurzfristigeren Trendindikatoren kommen bereits Warnsignale," sagt Tim Snavely, technischer Analyst bei SunTrust Robinson Humphrey in Atlanta. "Wir stehen bei der Performance des Aktienmarktes unmittelbar vor der schwächsten saisonalen Phase des Jahres."

In den letzten 33 Jahren war der Monat September für die drei amerikanischen Leitindizes immer der schlechteste Monat. Die Abwärtsbewegung am Markt beginnt gewöhnlich Mitte September und dauert bis zur ersten Oktoberwoche. In dem Zeitraum geben Unternehmen ihre Prognosen für das dritte Quartal ab, und Fondsmanager stoßen Aktienpositionen ab, bei denen sie für das Jahr im Minus liegen, erläutert Albert Richards, Stratege bei Citigroup Inc. in London.

Allein vergangene Woche büßte der Standard&Poor?s-Index fast ein Prozent ein, was den Anstieg für dieses Jahr auf weit unter ein Prozent reduziert. Das ist zwar kein dramatischer Rückgang, beruhigen die Charttechniker. Aber er nährt Befürchtungen, dass der Markt keine Puste mehr hat, sich weiter nach oben zu schwingen und wieder absinken wird.

"Dem Markt gelang es nicht, diese Kursgewinne zu halten, was ein Zeichen dafür ist, dass niemand so recht an ein größeres Aufwärtspotenzial geglaubt hat," sagt Kevin Lane, Chef- Marktstratege bei Redwood in New York.

An der New York Stock Exchange erreichte am 11. Juli die Differenz der Werte, die ein 52-Wochen-Hoch erklommen hat, abzüglich der Aktien, die auf ein Jahrestief fielen, mit 484 den höchsten Wert seit 19 Monaten. Inzwischen ist diese Differenz geschrumpft. Technische Analysten wie Lane schauen auch auf die Zahl der Aktien, die in den letzten 50 oder 200 Tagen unterhalb ihres Durchschnittskurs gehandelt werden. Der Prozentsatz der Nasdaq-Aktien, die über ihrem gleitenden 200-Tages-Durchschnitt gehandelt werden, ist auf 47 Prozent gefallen, von 57 Prozent am 2. August.

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