Indikatoren stützen Erholungsszenario
Rentenmarkt zeigt Stabilisierungsansätze

Sommergefühle haben sich bei Anlegern in Staatspapieren mit langer Restlaufzeit dieses Jahr noch nicht eingestellt. Der Bund-Future verzeichnete in den bisherigen Monaten deutliche Kursverluste. Innerhalb des Abwärtstrends mehren sich jedoch die Anzeichen, dass es zu einer temporären Erholung kommt.

DÜSSELDORF. Der Bundfuture bildet die Kursentwicklung von langlaufenden Bundesanleihen ab. Basis für die sich abzeichnende Stabilisierung ist die Parallele zu dem seit der zweiten Jahreshälfte 2005 existierenden Abwärtstrend, die derzeit bei rund 109 verläuft. Sowohl im Juni als auch im Juli dieses Jahres konnte diese Trendlinie weitere Verluste abwenden. Die daraus resultierenden Tiefpunkte bei 109,66 beziehungsweise 109,75 bilden die Basis für einen potenzieller Doppelboden. Damit diese Umkehrformation komplettiert wird, gilt es zunächst allerdings noch, das Zwischenhoch vom 2. Juli bei 111,52 nachhaltig zu überwinden. Sollte dies gelingen, lässt sich aus dem Doppelboden immerhin ein rein rechnerisches Kursziel von rund 113 ableiten.

Einen ersten wichtigen Schritt in Richtung der Komplettierung der Umkehrformation stellte der Bruch des kurzfristigen Abwärtstrends dar, der auf Wochenschlusskursbasis bei rund 110 verläuft. Gelingt der Sprung über die Hürde bei 111,52, ist das Erholungspotenzial durch einen massiven Widerstandsbereich bei 113,36 zu 113,42 begrenzt, der sich aus mehreren Tiefpunkten aus den Monaten April beziehungsweise Mai dieses Jahres ergibt. Dabei korrespondiert die Hürde mit dem angeführten Kursziel aus der potenziellen Umkehrformation.

Gestützt wird das gegenwärtige Erholungsszenario durch verschiedene quantitative Indikatoren, die allesamt Kaufsignale ausgebildet haben. Die Gruppe der Oszillatoren, diese Indikatoren weisen auf Überhitzungen im Kursverlauf hin, durchschreitet zurzeit erst ihren neutralen Bereich. Damit eröffnet sich noch Spielraum, um weitere Kurszuwächse zu begleiten.

Trotz der sich mehrenden Signale für eine Fortsetzung der jüngsten Erholung sollte aber beachtet werden, dass der übergeordnete Trend weiter Richtung Süden weist. Insbesondere im Falle eines Abgleitens unter die oben angeführten Tiefpunkte bei 109,75 und 109,66 dürfte eine neue Verkaufswelle ausgelöst werden, die in deutlich tiefere Regionen reichen würde.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%