Kursrückgang US-Leitindex kämpft gegen den Abwärtstrend

Mit einem Kursrückgang von rund 20 Prozent seit den Höchstkursen im Oktober 2007 kommt der amerikanische Leitindex Standard & Poor's 500 (S&P-500) noch relativ glimpflich davon. Andere nationale Kursbarometer in Europa und Asien haben kräftigere Rückgänge hinnehmen müssen. Eine Wende zum Besseren ist aber erst oberhalb von 1 500 Punkten in Sicht.
  • Holger Struck
Immerhin stieg der amerikanische Leitindex Standard & Poor's seit seinem Tief im Januar um fast zehn Prozent an. Foto: Archiv

Immerhin stieg der amerikanische Leitindex Standard & Poor's seit seinem Tief im Januar um fast zehn Prozent an. Foto: Archiv

HAMBURG. Charttechnisch lässt sich zwar ein Stabilisierungsversuch ausloten, es bleibt aber bei einer deutlich verschlechterten technischen Verfassung.

Negativ zu werten ist, dass der S&P-500 mit dem Oktober-Hoch fast exakt am historischen Höchststand vom Jahr 2000 abgeprallt ist und im Gegensatz zum Dow Jones, der nur einen ungewichteten Kursdurchschnitt darstellt, keine neuen Kaufsignalen senden konnte. Damit liegt bei 1 553 und 1 576 Punkten ein klares Doppeltop vor, das eine obere Umkehrformation darstellt. Folgerichtig ging der Kursverlauf seither in einen Abwärtstrend über und hat bereits wichtige Unterstützungen, wie um 1 400 Punkte herum, unterschritten. Gleiches gilt für den gleitenden Kursdurchschnitt der letzten 200 Börsentage, der mit der üblichen Verzögerung nach unten gedreht hat und aktuell bei 1 440 Punkten liegt. Die seit dem Höchststand maßgebliche Abwärtstrendgerade verläuft nun bei 1 430 Punkten. Bessere Zeiten mit steigenden Kursen bleiben der Überwindung dieser Marken vorbehalten.

Immerhin ist der Index nach dem Tief bei 1 257 Zählern vom Januar 2008 in einer Aufwärtsreaktion wieder um fast zehn Prozent angestiegen. Nun wird sich bald zeigen, ob es bei dieser bisher nicht ungewöhnlichen Reaktion bleibt oder ob auch der Bereich von 1 400 Punkten zurückerobert werden kann. Exakt bei 1 387 und 1 396 Punkten liegen aus dem Februar 2008 im Tageschart Hochpunkte vor. Über 1 400 Punkten könnte die Erholung nochmals um gut 100 Punkte weitergehen. Unter 1 400 Punkten dürfte der Index einem neuen Test unterzogen werden. Dann wären neue Jahrestiefstände sehr wahrscheinlich. Über eine echte Wende zum Besseren wäre erst oberhalb von 1 500 Zählern zu diskutieren.

Holger Struck ist freier Autor und technischer Analyst bei Hslivetrading.

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