Marktumfrage
Charttechnik bedroht den Dax

Der Dax droht in eine Abwärtsspirale zu geraten. Die charttechnische Lage hat sich beim S&P 500 deutlich eingetrübt und könnte den deutschen Leitindex mit nach unten ziehen. Das befürchten technische Analysten.
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FRANKFURT. Damit könnte die innere Stärke des Dax, die er trotz der teils hohen Verluste an der Wall Street gezeigt hat, gebrochen werden. Die Hoffnung auf eine Jahresendrallye ist aus technischer Sicht zwar nicht unmöglich, aber die Chancen sind deutlich geschrumpft. Um neue Rekordhochs zu schaffen, müsste der Dax sich einen Ruck geben und mit einem klaren Schwung die psychologisch wichtige 8 000er Marke überspringen. Dann wäre der Weg nach oben frei.

Aber davon scheint der deutsche Aktienmarkt momentan weit entfernt zu sein. "Technisch sieht es für den S&P 500 sehr schlecht aus", sagt Stephen Schneider von der WGZ Bank. Der technische Analyst beobachtet eine große Divergenz. "Das deutet normalerweise auf eine Trendänderung und eine längere Konsolidierung hin", erklärt er. Eine Unterstützung aus den USA erwartet er daher für den Dax nicht. "Im Gegenteil", sagt er, "die Wall Street könnte den Dax in eine Abwärtsspirale ziehen."

Eine massive Unterstützung in den nächsten zwei Tagen dürfte der Dax laut Schneider bei 7 720 Punkten erhalten. "Wenn die Wall Street wieder Luft holt und die Abwärtstendenz zum Stehen kommt, kann es sein, dass der Dax wieder steigt", sagt er. "Das wird aber wohl nicht reichen, den Index über die 8 000-Punkte-Marke zu hieven." Die ist aber sehr wichtig. "Von der Hoffnung auf eine Jahresendrally müssen wir uns wohl verabschieden", fasst Schneider zusammen. Denn um die noch hinzubekommen, müsste der Dax mit deutlicher Dynamik anziehen. "Dann wären viele Portfoliomanager gezwungen, in den Markt zu gehen", sagt Schneider.

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