MDax
Charttechniker sehen Chancen für Nebenwerte

Richtig spannend sieht es technisch beim MDax aus, denn er arbeitet seit Frühjahr am Abschluss eines mittelfristigen Bodens. In den letzten Tagen und Wochen läuft der Kampf um den mittelfristigen, im letzten Frühjahr begonnenen Korrekturtrend auf vollen Touren.

DÜSSELDORF. Dessen derzeitiges Niveau liegt bei rund 5 870 Punkten. Besonders nach der vorausgegangenen herben Talfahrt ist so ein Boden notwendig, wenn es analytisch wieder nachhaltig bessere Zeiten geben soll. Technisch stellt diese Marke den Schlüssel für einen Abschluss besagter Bodenbildung dar, ebenso sind an das Durchstoßen dieser Linie mittelfristig weitere Perspektiven geknüpft. In Zahlen ausgedrückt wären dies Aussichten auf den Bereich zwischen 6 800 und 7 100 Punkten, wo das Marktbarometer letztmalig im September notierte. Potenzial verheißen auch die wiedererstarkten, auf breiter Front positiven Tages- und Wochenindikatoren.

Dennoch sollte aus Gründen der analytischen Sicherheit zunächst ein Bruch der vorwiegend psychologischen Marke von 6 000 Punkten abgewartet werden, bevor die vorgenannten Bereiche als gültiges Kursziel für die nächsten sechs Monate aktiviert werden können. Im Falle temporärer Konsolidierungen sollten die bei 5 445 Zählern markierten Tiefs nicht mehr unterboten werden.

Als ultimatives Stoploss bieten sich darüber hinaus Werte von 5 365 Punkten an. Sobald der M-Dax einen Handelstag unterhalb dieser Marke beschließt, würde dies die aufgezeigten Chancen entscheidend trüben und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit weitere Turbulenzen nach sich ziehen.

Mehr noch droht in einem solchen Falle die Ingangsetzung der übergeordneten, vor genau zwei Jahren begonnenen Korrektur, unter die noch immer kein endgültiger Schlussstrich gezogen werden kann. Zumindest besteht für das "Zweite-Reihe-Barometer" aber die Möglichkeit für einen auch börsenmäßig schönen Sommer. Die aber nur, sofern die Bullen sich jetzt ihrer Chancen besinnen und mit Kursen über 6 000 Zählern in den kommenden Wochen klar für eine analytisch kalkulierbare Tendenz sorgen.

Der Autor, Marcus Metz, ist technischer Analyst bei Staud Research in Bad Homburg

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