Nasdaq Composite droht erneuter Rückschlag
Tech-Aktien fehlen die Impulse

Technologieaktien in den USA haben in den vergangenen Wochen wenig geglänzt. Der Tech-Leitindex Nasdaq Composite ist von seinem zyklischen Hochpunkt im April bei 2 376 Punkten in der Spitze um 13 Prozent gefallen. Und trotz der jüngsten Erholung ist es aus Sicht der Charttechnik für eine Entwarnung noch zu früh.

DÜSSELDORF. Im Rahmen der Abwärtsbewegung wurde beim Nasdaq Composite einiges Porzellan zerschlagen. So kam es zunächst zu einem Bruch des seit Oktober 2002 existierenden Aufwärtstrendkanals, der aktuell bei 2 248 Punkten tendiert. Auch die 200-Tage-Glättungs-Linie, die derzeit bei rund 2 228 Punkten verläuft, konnte einen weiteren Kursverlust nicht verhindern. Nicht minder schwer wiegt der Fall unter einen massiven Unterstützungsgürtel. Dieser resultiert aus dem Hoch vom August 2005 bei 2 220 Punkten, dem Hoch vom Januar 2005 bei 2 192 Punkten und dem Tief vom Januar 2006 bei 2 190 Punkten.

Durch den anschließenden Bruch des kurzfristigen Abwärtstrends nach oben wurde zwar ein dynamischer Aufwärtsimpuls ausgelöst. Der Impuls reichte bisher jedoch gerade einmal bis an die untere Begrenzung der angeführten Zone bei 2 190 Punkten.

Damit bleibt der Weg in höhere Regionen steinig. Ein Blick auf die quantitativen Indikatoren macht zwar durchaus Hoffnung, dass sich die Erholung fortsetzt. So liefert der Trendfolger MACD - berechnet auf täglicher Basis - ein Kaufsignal. Zudem haben die Oszillatoren, die auf Übertreibungen im Kursverlauf hinweisen, noch nicht den überkauften Bereich erreicht.

Der Bruch der angeführten Widerstandszone sollte aber bald erfolgen. Ansonsten droht ein erneuter Rückschlag, der bis auf das Tief vom Mai dieses Jahres bei 2 065 Punkten zurückführen könnte. Vorher warten kleinere Haltemarken bei 2 136 bzw. 2 091 Punkten.

Insgesamt stehen die Ampeln beim Nasdaq Composite noch nicht wieder auf Grün. Erst ein Zurückerobern der 200-Tage-Linie würde den Weg für nachhaltige Kursgewinne ebnen.

Der Autor ist technischer Analyst bei HSBC Trinkaus & Burkhardt.

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